Jeff Scott Soto - Love Parade

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1995

Label
Long Island Records

Besetzung
Jeff Scott Soto vocals, guitars, bass, drums, percussion
George Bernhardt Guitars, Bass, Drum Machine
Gary Schutt Guitars, Bass
Julie Greaux Keyboards, Backing Vocals, Drum Machine
D.J. Aero Scratches

Tracklist
1. ...A New Salvation
2. Love Parade
3. People
4. Gottit Goin On
5. Listen Up
6. Ho U Want It
7. United/Divided
8. 4 U
9. Monogamy
10. Funk Sandwich
11. Friend
12. Dragon Attack

Datum: 04.02.2007 - Autor Jörg
Ein viel beschäftigter und überall auftauchender Mann wie Jeff Scott Soto sollte doch eigentlich nicht unter Langeweile leiden. Doch trotzdem erschien 1995 seine erste Solo-CD. Sicher veröffentlicht man so was nicht auf purer Langeweile, denn viele Jobs sind einfach nur Jobs und Sotos eigene Ideen bleiben ja oft bei den Bands und Projekten außen vor. Seine eigenen Songs und Ideen hat der Mega-Sänger/Entertainer hier verbraten und viele Stücke entstanden zusammen mit seiner Frau Julie Greaux (ehemalige Keyboarderin in der Axel Rudi Pell-Band, wo die beiden sich auch kennen gelernt haben).

„Love Parade“ ist keine reine Hardrock-Scheibe, wie man es von Jeff Scott Soto erwarten würde. Hier kommt seine Liebe zum Funk und Soul sehr zum tragen und ich finde das man diese CD eher von Glenn Hughes erwarten könnte. Kommt der Opener „Love Parade“ noch sehr straight und hardrockorientiert aus den Boxen. Groovt und funkt es bei „People“ schon recht amtlich, das wird später auf der CD noch mal mit „Funk Sandwich“ richtig ausgelebt.

„Dragon Attack“ ist eine Queen-Coverversion und diese Band zählt ja bekanntlich zu den größten Lieblingen des aus Kuba stammenden Sänger.

„Gottit goin on“, hier geht die Funksau so richtig mit Soto durch und man hüpft und zappelt unwillkürlich mit. Die Gesangsleistung ist hier wieder von allerfeinsten und jeder Kreisch/Quieck-Möchtegern-Sänger soll sich schämen und hier ein Beispiel nehmen.

Wie der Leser sicher bemerkt hat fordert „Love Parade“ einiges vom Hörer und ich denke das diese CD nur was für Fans von Jeff Scott Soto ist. Wer ihn mag, aber eher seine Schwierigkeiten hat mir Rock-Fremden-Sachen der ist mit Talisman, Takara oder den neueren Solo-Scheiben von Jeff besser dran. Denn ein gewisser D.J. Aero legt bei „How do you want it“ einige heftige Scratches auf das Parkett und dieser Song ist wieder extrem funkig.

Auch hier schon mit von der Partie ist Langzeit-Kumpel von Soto Gary Schutt am Bass. Das Coverartwork stammt auch aus der Familie Soto und wurde von Sohn Jason gemalt/krakelt. Ich glaube der Junge war damals vier Jahre alt. Dass Jeff Scott Soto das Bild für seine CD benutzt spricht für den herzigen und liebevollen Menschen, der ja in der Tat ist.

Ein Pop-Song wie „Listen Up“ wäre mit einem sehr prominenten Sänger/in sicher ein riesiger Hit geworden, doch dieses ist Jeff leider nicht gegönnt.

Abgerundet wird „Love Parade“ noch von ein paar ganz tollen Balladen wie „4 U“ oder „Friend“- (a song for Jason).







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