J.B.O. - 2000 Jahre J.B.O.

7.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2010

Label
Megapress/ Soulfood

Besetzung
Gitarre/ Gesang: Hannes „G. Laber“ Holzmann
Gitarre/ Gesang: Vito C.
Bass: Ralph Bach
Schlagzeug: Wolfram Kellner

Tracklist
01 Head Bang Boing
02 Dio In Rio
03 Sex Sex Sex
04 Das Eine
05 I Don't Like Metal
06 Ein Bisschen Frieden
07 Fränkisches Bier
08 Bimber Bumber Dödel Dei
09 Arbeitslos Und Spaß Dabei
10 Verteidiger Des Blödsinns
11 Bolle
12 Ein Guter Tag Zum Sterben
13 Könige
14 Wir Sind Die Champignons
15 Ein Fest

Datum: 21.05.2010 - Autor Frank
VÖ: 28.05.10



Wann hat man schon mal so ein Glück. Kurz vor dem J.B.O. Gig in Bochum bekomme ich die neue J.B.O. zur Rezi gereicht.

Ach ja, die Jungs haben ja gerade ihren 20. hinter sich gebracht und ausgiebig in Bamberg gefeiert. Soweit alles ganz schön und gut. Bei genauerer Überlegung habe ich mich bestätigt gefühlt, dass die Kreativität bei den Franken etwas nachlässt. Zum 10. gab es, wenn ich mich nicht täusche ein VHS Video, das sich wohltuend vom Rest der Veröffentlichungen damals abhob. Liveaufnahmen, Videos alles in J.B.O. typischen Klamauk gepackt, waren eine Hausnummer für den geneigten J.B.O. Hörer. Auch sonst muss zugeben, es war etwas Anderes. Die zweite DVD war auch mit anderen VÖs nicht zu vergleichen und dann kommt zum 20. nur ein Live Album? Und dann noch nicht mal eine komplette Show, sondern nur eine Auswahl? Das find ich etwas mager. Okay, liegt vielleicht auch daran, dass man in den letzten Wochen und Monaten so viele andere Jubelarien zu Gehör bzw. Gesicht bekommen hat.

Bevor ich es vergesse, die CD erscheint als normale Version und mit einer Bonus DVD. Auf der es zahlreiche Mitschnitte zu bestaunen geben soll. Mensch Jungs –ich glaube fast jeder Fan der es nicht nach Bamberg geschafft hat, hätte liebend gern die komplette Show auf DVD gesehen.

Schon klar, es gibt da das Lied des Dankes (was auf keiner CD erscheinen darf) und zumindest in Bochum, den Ramstein Reggae (darf man sagen das der vom Reggae des Sonnenscheins inspiriert wurde), aber da hätte man doch was hinbiegen können. Ich mein diese Jako Arena ist wohl nicht so klein, dass die Fans so laut gesungen hätten, dass ein Instrumental Stück übertönt worden wäre.

Alle Wünsche und alles Wehklagen bringt nichts wir müssen uns mit der Scheibe zufrieden geben.

Da ja mittlerweile jeder weiß, dass J.B.O. eine richtig geile Live Band sind muss man auch nicht sagen, dass es auch in diesem Jahr wieder richtig abging. Vier alte Bekannte trifft man auf dem Silberling wieder, die man auch schon auf „Live Sex“ zu Gehör gebracht bekam. „Sex, Sex, Sex“ (ich mag den Song immer noch nicht), und die drei Songs die einfach zu J.B.O. gehören „Ein guter Tag zum sterben“, „Ein Fest“ und „Verteidiger des Blödsinns“. Natürlich geht bei den drei Songs auch hier wieder die Post ab, während man grad bei den neuen Liedern merkt, dass sie etwas harken du hinter dem Klassikern hinterherhinken. „Dio in Rio“ (RIP Ronny James) geht ziemlich unter, „Das Eine“ bringt auch keine hörbare Reaktion hervor und auch Headbang Boing -vom gleichnamigen Album, scheint sich nicht in die Hitliste der Band einzuordnen. „I don´t like Metal“ hat vielleicht noch am ehesten das Zeug „Geh ma halt zu Slayer“ hätte es, fehlt aber leider auf dem Album und „Angie“ ist schon gar nicht mehr im Programm.

Insgesamt gibt es 15 Stücke, die wie „Bolle“ oder die „Champignons“ lautstark vom Publikum mitgesungen werden. Zum 20. wollte Hannes „G. Laber“ verkünden woran Bolle gestorben ist, doch leider haut eine Rückkopplung dazwischen und wir bleiben weiter im Unklaren (in Bochum, wo er zur Feier des Tages „Ausverkauft im Vorverkauf“ das Geheimnis lüften wollte, kam ein Stromausfall dazwischen. Ein Schelm wer böses dabei denkt.)

Zur Überraschung Vieler taucht der alte Schlagzeuger Holmer auf und singt seine Strophe von „Könige“ und auch das Stelldichein von Vicky Vomit und seinem „Arbeitslos und Spaß dabei“ wird lautstark gefeiert und runden die CD ab.

Die Scheibe ist für alle Fans und die machen mit dem Kauf nichts falsch, wenn sie keine Abneigung gegen Livemitschnitte haben. Sound, Spielfreude, Stimmung passen zusammen und so habe ich zum Ende fast die Enttäuschung, dass es „nur“ eine Live-Scheibe zum 20 jährigen Bestehen gibt fast vergessen.

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