IQ - Frequency
7.0 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2009
Label
Inside Out Music
Besetzung
Gesang: Peter Nicholls
Gitarre: Michael Holmes
Bass: John Jowitt
Keyboard: Mark Westworth
Schlagzeug: Andy Edwards
Gitarre: Michael Holmes
Bass: John Jowitt
Keyboard: Mark Westworth
Schlagzeug: Andy Edwards
Tracklist
1.Frequency
2.Life Support
3.Stronger Than Friction
4.One Fatal Mistake
5.Ryker Skies
6.The Province Of The King
7.Closer
2.Life Support
3.Stronger Than Friction
4.One Fatal Mistake
5.Ryker Skies
6.The Province Of The King
7.Closer
Datum: 26.05.2009 - Autor Claudio
Noch immer setzen die Briten auf eine Mischung aus träumerischen Melodien, melancholischem Gesangslinien und ruhigen, fast stillen Songs. Niemand sollte bei aller technischen Finesse der Herren von der Insel, Riffgewitter oder monumentale Instrumentalwunder erwarten. Die Musik von IQ ist ruhig, aber nicht leise und ganz bestimmt nicht einfach, es dauert eine gewisse Zeit, bis sich dem Hörer die Breite der Musik erschließt, aber IQ findet nicht nur auf CD statt, sondern auch im Kopf. Progressive Rock lässt viele Eindrücke entstehen und auch IQ machen dort keinen Unterschied. Der Opener und Titeltrack “Frequency” beginnt zwar mit einem für IQ ungewöhnlich hartem Riff, aber nur um sich dann in den wiegenden Gesangsmelodien von Peter Nicholls hypnotischer Stimme und in den Gitarrenmelodien Peter Nicholls zu verlieren. Ich persönlich halte “Frequency” manchmal für zu langatmig und zu introvertiert. Im Vergleich mit Pendragons “Pure” verliert die Platte in diesem Punkt eindeutig. “Frequency” ist klassischer als die meisten Prog Rock Platten in der letzten Zeit und dafür werden sie von ihren Fans auch geliebt.
Kompositorisch und auch Musikalisch sind ihre Songs über alle Zweifel erhaben und aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Herren auch Live diese Magie versprühen können, die ihre Songs innehaben. Doch wie ich bereits erwähnte, setzt bei “Frequency” ein ungewohntes Sättigungsgefühl nach einiger Zeit ein, vielleicht sind es diesmal zu viele Melodien, zu viel Melancholie und zu wirre Träume welche die Band zeichnet. Bereits “Life Support” ist ein recht anstrengender Song, der durch seine verqueren Effekte nicht in das Bild passen will, dass ich von IQ habe. Niemals habe ich erwartet, dass es einfach sein wird den Gedanken der Musiker zu folgen, doch ich habe diesmal immense Schwierigkeiten überhaupt konzentriert zu bleiben. Glücklicherweise retten Songs wie “Stronger Than Friction” oder “Closer” mit ihrer Ruhe und Ausgeglichenheit über die gröbsten Durchhänger hinweg.
“Frequency” ist ein klassisches Progressiv Album, was in der Fanszene unbedingt angetestet werden sollte und auch Fans der neuen, alten Welle sollten IQ nicht außen vorlassen. Denn “Frequency” ist ein Sinnbild für die Musik der Siebziger/Achtziger Jahre im heutigen Gewand. Nicht die wilden Siebziger Jahre, sondern die ruhigen in sich gekehrte Welt der damaligen Zeit. Eine Welt die noch Fantasie und Träume hatte und nicht nur durch Aggression oder Wut aufgefallen ist. IQ machen keine Musik zum Feiern, sie machen Musik für die Zeit des Denkens, für die Zeit, in der man sich nur noch entspannen will und die Augen schließt um auf eine Reise zu gehen. IQ haben ein solides Album mit “Frequency” abgeliefert, dass seine Schwächen im Verborgenen trägt und bei seinen Stärken nicht zu dick aufträgt. Es ist teils anstrengend, teils entspannen und wenn die Zeit anders wäre, dann hätten sie mit “Closer”, der mit seiner poppig-jazzigen Atmosphäre beeindruckt, auch die Möglichkeit einen wirklichen, kommerziellen Hit zu landen. Doch eine Band ist in meinen Augen nur erfolgreich, wenn sie sich treu bleibt und darüber konnte man sich bei IQ eigentlich noch nie beklagen.
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