In This Moment - A Star Crossed Wasteland
8.5 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2010
Label
Century Media
Besetzung
Maria Brink – Vocals
Chris Howorth – Guitars
Blake Bunzel – Guitars
Jeff Fabb – Drums
Kyle Konkiel – Bass
Chris Howorth – Guitars
Blake Bunzel – Guitars
Jeff Fabb – Drums
Kyle Konkiel – Bass
Tracklist
1. Gunshow
2. Just Drive
3. The Promise
4. Standing Alone
5. A Star-Crossed Wasteland
6. Blazin’
7. The Road
8. Iron Army
9. The Last Cowboy
10. World In Flames
2. Just Drive
3. The Promise
4. Standing Alone
5. A Star-Crossed Wasteland
6. Blazin’
7. The Road
8. Iron Army
9. The Last Cowboy
10. World In Flames
Datum: 02.07.2010 - Autor Claudio
2007 auf dem Graspop war es, eine Erkältung im Anzug, den Kater im Schädel und plötzlich stand da Etwas auf der Bühne, was eher an ein Knallbonbon in Himmelblaumetallic erinnerte und man entschied sich, ohne einen Ton gehört zu haben oder zu wissen, wer dort auf der Bühne steht, zu bleiben. Dann erklangen die ersten Töne und das Knallbonbon erhob die Stimme, infernalische Schreie und ein brachialer Mix aus Metal und Core erschallte, worauf sich der Kater schnell aus dem Staub machte und die Grippe sich für den Großangriff am nächsten Tag eine Auszeit nahm. Schnell wurde auch in Erfahrung gebracht, wer dort fröhlich die Falten aus der Stirn bügelte und schnell wurde sich der damals aktuelle Longplayer “A Beautiful Tragedy” in den Bestand aufgenommen. Es handelte sich um In This Moment und das Knallbonbon war Maria Brink und die Band hatte sich einen neuen Fan geangelt.
Auch das zweite Album der Herren mit Dame wurde ohne großen Zwang direkt gekauft und schockte den Herrn Rezensenten gar schwer. Anstatt Brachialriffing und melancholischer Gewalt setzte “The Dream” auf zuckersüße Melodien und alternativ Geschwurbel, was für Erstaunen und Ernüchterung sorgte. Die Band zeigte ihr zweites Gesicht und wenn man seinen Erwartungen, welche das Debüt geschürt hat, abrückt, kann man durchaus Momente in der sehr ruhigen Scheibe finden. Doch war es schwer beide Scheiben einer Band zuzuordnen und die Verwirrung ziemlich groß und hausgemacht. Zwar wurden neue Fans gewonnen, aber viele ältere Fans, wenn man bei bisher einem Album davon sprechen konnte, wurden vergrätzt.
Nun liegt es mit dem nunmehr dritten Album “A Star Crossed Wasteland” an In This Moment sich zu entscheiden welcher Weg denn nun der ist, den die Band gehen möchte. Gleich vorweg muss ich sagen, dass sich die Band richtig entschieden und nicht einfach auf ein Pferd setzt. “A Star Crossed Wasteland” ist eine Mischung aus Melodie, man höre “The Promise” oder “A Star Crossed Wasteland” und Energie “Gunshow” oder “Just Drive”.
Auf dem Album findet sich Metal, Groove und moderne Rockmusik, die auch einer Band wie Stone Sour, besonders beim Duett “The Promise”, gut zu Gesicht gestanden hätte. Auch ist das Gefühl verschwunden, dass sich die Damen und Herren ihrer musikalischen Herkunft nicht sicher sind oder gar schämen. Denn einen Kracher wie “Gunshow” hätte man auf der zweiten erhofft und auf dem ersten Album aber nicht erwartet, denn alles scheint gereift und damit meine ich alles. Egal ob Songwriting, Songauswahl, Instrumentierung, Gesang oder Produktion. Alle Dinge ,welche die Qualität eines Albums ausmachen, sind auf eine höhere Stufe gehoben worden und werden sowohl Leute begeistern, die die Band bereits kennen, als auch neue Fans aufhorchen lassen. Als den Song der die Weiterentwicklung der Band am Besten beschreibt, würde ich “Iron Army” angeben, denn er hat Melodie, Gewalt und mächtig Groove im Anzug. Aushängeschild Maria singt herzergreifend und brüllt infernalisch, man kann sich beinahe schon die sportlichen Betätigungen im Pit bildlich vorstellen.
In This Moment sind eine Band, deren Status in Deutschland von meiner Seite aus nicht beschrieben werden kann, doch in den Staaten scheinen sie auf dem Sprung zum Stardom zu sein und mit “A Star Crossed Wasteland” werden sie den Sprung in den Staaten wahrscheinlich vollziehen und in Europa werden viele aufhorchen, die der Band bisher nicht die Aufmerksamkeit zukommen ließen, die sie mit dem neuen Album verdient haben. Moderner Metal, gepaart mit modernem Rock und doch durchaus mit klassischen Zügen, einem Gesang, den man von Maria Brink nicht unbedingt erwartet hätte und das alles gepaart mit wirklich hervorragenden Songs, Ohrwürmern und einer Produktion die über alle Zweifel erhaben ist. Hut ab meine Damen und Herren, so darf es gerne weitergehen. Welcome to the Gunshow..........
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