Illuminate - Zeit Der Wölfe

2.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Gallery Records/Indigo

Besetzung
Gesang, Bass, Keyboards, Programming : Johannes Berthold
Gesang: Sylvia Berhold
Gitarren/Bass: Jörg Langenfeld
Schlagzeug: Matthias Kurth

Tracklist
1.Intro: Stiller Schrei
2.Sturmwind
3.Leben, wohin gehst Du?
4.Zeit der Wölfe
5.Schließ´ die Augen
6.Wenn alle Engel fallen
7.Menschenwolf
8.Requiem
9.Outro: Am Ende des Weges

Datum: 26.10.2008 - Autor Claudio
Müde...MÜDE, ich werde bei Illuminate soooo müde. Meinetwegen können die Herren und Damen schon 12000 Alben in 123 Jahren auf den Markt gebracht und ein starkes Following im Gothic Bereich haben. Ich finde den Grund für diese Umstände einfach nicht.

Musikalisch ist es einfach langweiliges Geschwurbel, auch wenn es als Gothic Rock bezeichnet werden soll, ich finde den Rock nicht. Okay, Gitarre wird manchmal eingesetzt und auf dem Klavier wird fein herum geklimpert, aber ist das schon Rock? In meinen Ohren nicht. Textlich zeigt sich für mich auch wieder der Grund, warum ich die deutsche Sprache mit Vorsicht genieße, denn die Texte müssen einfach gut sein, aber hier wird geschüttelreimt und Worte wie “dunkelfarben” werden erfunden....gibt es so ein Wort? Es wird auf Gedeih und Verderben gereimt und gereimt, damit auch alles gut passt, werden Sätze konstruiert, die in einer Art und Weise schon putzig wirken.

Soll die musikalische Einöde dieser Platte vielleicht misanthropisch oder bedrückend wirken? Wirkt bei mir nicht, auch der eintönige Sprechgesang von Johannes Berthold ist einfach nur langweilig. Leute wie Peter Heppner haben diesen Gesangsstil geprägt und er hat mit Wolfsheim oder bei seiner Zusammenarbeit mit Goethes Erben, wie diese Art von Musik zu klingen hat. Natürlich gibt es auch eine Sängerin bei Illuminate, doch auch sie ist stimmlich zu limitiert um den Hörer aus dem Tiefschlaf zu erwecken, in dem es dieses Machwerk, welches sich textlich um Märchen drehen soll, versetzt hat.

Ich kann an Illuminate wirklich nichts finden, was mich in irgendeiner dazu zwingt “Zeit Der Wölfe” noch einmal zu hören...nichts kann mich zwingen diesen Mumpitz noch einmal zu ertragen. Wenn ich jammern will, dann gehe ich in den Keller und mir ist es auch schnurz, ob manche Menschen die lahme Rhythmik als tanzbar bezeichnen. Vielleicht läuft nun auch die ach so romantische Gothen Szene Sturm und beschimpft mich der Engstirnigkeit und das ich die versteckte Schönheit dieser CD nicht erkennen kann. Doch ich hab die Schönheit in Satzkonstrukten wie “Ihrer Stimme Ton ist dunkelfarben, wie all die Stimmen von den Mädchen, die vor ihr starben” entdeckt. Wenn man den Hörgenuss abbricht, dann ist es einfach schön, wenn der Schmerz nachlässt! Auch wenn ich bestimmt Haue bekomm, geb ich zwei Punkte fürs Artwork, dass ist so putzig, dass ich wirklich Lächeln muss, wenn ich es sehe, aber Hören will ich nie wieder was von denen! Bestimmt heulen nun wieder einige auf, ist mir aber ziemlich egal.







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