Iced Earth - Night of the Stormrider
8.0 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
1991
Label
Century Media
Besetzung
Gesang: John Greely
Gitarre, Gesang: Jon Schaffer
Gitarre: Randy Shawver
Bass: Dave Abell
Schlagzeug: Richey Secchiary
Gitarre, Gesang: Jon Schaffer
Gitarre: Randy Shawver
Bass: Dave Abell
Schlagzeug: Richey Secchiary
Tracklist
1. Angels Holocaust
2. Stormrider
3. The Path I Choose
4. Before the Vision
5. Mystical End
6. Desert Rain
7. Pure Evil
8. Reaching the End
9. Travel in Stygian
2. Stormrider
3. The Path I Choose
4. Before the Vision
5. Mystical End
6. Desert Rain
7. Pure Evil
8. Reaching the End
9. Travel in Stygian
Datum: 26.06.2008 - Autor Jörg
Ich gehöre zu den Leuten, denen das Iced Earth-Debüt nicht sonderlich gefällt und ich ernte dafür auch immer wieder entsetzte Blicke und Unverständnis. Doch der Sänger des Debüts geht/ging mir dermaßen auf die Eier, das ich mir das Album kaum am Stück anhören kann. Zum Glück bekam der die Papiere und wurde von John Greely ersetzt. Schon einiges besser als Gene Adams, wie ich finde und meine Liebe zu Iced Earth konnte beginnen.
Ein Bekannter kopierte mir „Night of the Stormrider“ auf eine Audio-Kassette, auf seine ganz eigene Art…also ohne eine Angabe von Songtiteln oder sonstige Infos. So etwas habe ich gehasst und tue es auch bis heute noch. Gut, der Vorteil: Mir entging das schreckliche Original-Coverartwork, welches zu den Pannemann-Bilder ever gehört. Ihr erinnert euch noch an den Mongo-Ork auf seinem fliegen Fisch? Nix mit cool und Kult, schlicht und einfach nur Scheiße. Ich benutze für das Review das Cover des CD-Re-Release.
Die Musik hingegen war geil und fragt nicht nach Sonnenschein, allein schon der bombastische und pralle Beginn von „Angels Holocaust“ zaubert eine Gänsepelle erster Güte. Schon damals habe ich mir gedacht: Sollte ich jemals Wrestler werden, dann wird dieses Lied mein Entrance-Theme. Daraus ist ja nichts geworden, aber der Song ist immer noch ein Killer. Dicht gefolgt, das ist auf diesem Album sprichwörtlich zunehmen, denn die Songs laufen fast ohne Pause ineinander über, vom mächtigen Quasi-Titelsong. „Stormrider“ sorgt noch heute dafür das ich regelmäßig bei Iced Earth-Konzerten ausflippe: Fight on, Grab on, Stormrider!!! Göttlich!
Jetzt wird mit „The Path I Choose“ eine eher abwechslungsreichere und leicht epische Phase auf dem Album eingeleitet, die aber genauso vor Power strotzt wie alles andere hier. „Before the Vision“ und „Mystical End“ führen diesen Weg weiter. Doch dann ist wieder Hymenzeit für die Florida-Metaller und ihre Fans. Geht es noch geiler als wie mit „Desert Rain“? Auf dieser Scheibe wohl kaum noch. Außer wohl mit dem mächtigen und alles Niederdreschenden „Pure Evil“ welches mit seiner Power und Energie so manche ehemalige Speed-Band (siehe Megadeth zu dieser Zeit als Beispiel) das fürchten lehren könnte. US-Metal der fast vor seiner Vollendung steht. „Reaching the End“ ist ein kurze Stück das einem beim Hören wieder ein klein wenig runter holt, was nach den beiden Bomben aber auch echt nötig ist. Am Ende nehmen uns dann Iced Earth noch auf eine 9 ½ Minuten lange Reise durch Stygian mit und vereinen in diesem Fantasy-Epos noch einmal alle ihre Tugenden. Nach den 46 Minuten und 5 Sekunden war/ist man der Band verfallen und völlig heiß auf mehr.
Aber warum gibt er denn „nur“ 8 Punkte für sein Jubel-Review? Weil ich in den folgenden Alben bis „Dark Saga“ für mich eine ständige Steigerung im Schaffen von Iced Earth sehe und „Night of the Stormrider“ war der mächtige Anfang einer der Heavy Metal-Bands, welche eingeschlagen haben wie eine Bombe. Erst bei den Underground-Fans und seit dem „Dark Saga“ (oder auch seit „Days to Purgatory“) bei den meisten Heavy Metal und Hardrock-Fans.





