Human Fortress - Eternal Empire

7.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Massacre Records

Besetzung
Gesang: Carsten Frank
Gitarre: Torsten Wolf
Gitarre: Frank Sawade
Keyboard: Dirk Marquardt
Bass: Pablo Tammen
Schlagzeug: Arndt Krone

Tracklist
1. Contrast
2. Borders of insanity
3. The Wizard
4. The Raven
5. When Love and Hate Collides
6. Under the Spell
7. Lions Den
8. Circle of Flames
9. Falling Leaves

Datum: 10.04.2008 - Autor Jörg
VÖ:25.04.08

Da wären mir doch glatt meine Vorurteile zum Verhängnis geworden und mir wäre das neue Human Fortress-Album durch die Finger geschlüpft. Als ich die CD bekam, war der Gedanke: Ach, wieder so eine langweilige Fiedelband, die kein Schwein braucht. Ganz schön falsch gedacht, würde ich sagen. Human Fortress spielen sicherlich das was man so Heavy Metal oder auch Power-Metal nennen würde, doch anstatt die ewigen gleichen Pfade weiter auszutreten, versuchen die Hannoveraner ihren Metal interessant und originell anzureichen.

Erst mal gibt es Lob von mir, weil Human Fortress auf „Eternal Empire“ so gar nicht deutsch klingen, ein wenig Brainstormig ja, aber typisch Deutscher Lala-Metal, nein.

Immer wieder streuen die 6 folkloristische Einlagen, wie es Skyclad machten oder harte Parts ein. Diese harten Parts drücken sich in tiefem Gesang von Neu-Sänger Carsten Frank (Ex-Galloglass) aus, der einerseits wie Andy B. Frank (Brainstorm, Symphorce) kraftvoll und klar singt, dann aber wie aus siebter Sohle röhren kann. Coole Mischung, welche mir richtig gut gefällt.

Hier und da gibt es mal ein wenig Frauensingsang –beim Opener „Contrast“, der zwar ein bisschen nach Trällerelse klingt, es aber keine Überhand nimmt. So ergänzt sich die weibliche Stimme mit der männlichen wunderbar.

Hört man sich „Eternal Empire“ in Ruhe an, findet man immer wieder neue Facetten, welche einem beim ersten Hören nicht aufgefallen sind. Beim Ohrwurm „The Wizard“ klingen Human Fortress ein wenig wie Savatage auf dem Mittelalter/Folktrip.

„Eternal Empire“ ist mein erster Kontakt mit Human Fortress und ich würde meinen, das es doch viel viel miesere Bands in unserem Land gibt, welche über den grünen Klee gelobt werden. Sicher ist das alles Geschmacksache, doch Human Fortress treffen mit ihrem folkig angehauchten Metal meinen Nerv. Das seinerzeit auch Skyclad bei mir offene Türen eingerannt haben und ich auch Subway to Sally mehr als geil finde, haben es die Hannover-Boys nicht so schwer bei mir zu landen. Einige Mittelalter-Elemente haben Human Fortress wohl schon immer in ihrer Musik verarbeitet, so dass die auf „Eternal Empire“ jetzt gar nicht so neu für die älteren Fans der Band sein dürften. Coole Sache ist die letzte Nummer, welche leider nicht in der Tracklist vermerkt ist. Diese witzige, bierlaunige Session scheint eine Covernummer zu sein und ich tippe mal, das es hier eines der beiden Bonuslieder ist, welche auf dem finalen Produkt stehen sollen.

Human Fortress machen mir auf jeden Fall mehr Spaß, als die gefeierten Ensiferum oder die Waldschrate von Korpiklani. „Eternal Empire“ sollte man sich als offener Metal-Fan mal auf der Shoppin-Liste notieren. Extrem True Gesellen werden sich wohl eher vor Wut in die schmierige Kutte beißen, als wie sie Human Fortress akzeptieren.







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