House of Lords - Demons Dawn
6.5 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
1992
Label
Victor
Besetzung
Gesang: James Christian
Keyboard: Gregg Giuffria
Bass: Sean McNabb
Gitarre: Chick
Schlagzeug: Tommy Aldrige
Keyboard: Gregg Giuffria
Bass: Sean McNabb
Gitarre: Chick
Schlagzeug: Tommy Aldrige
Tracklist
1. O Father
2. Demons Down
3. What's Forever For
4. Talkin' Bout Love
5. Spirit of Love
6. Down, Down, Down
7. Metallic Blue
8. Inside You
9. Johnny's Got a Mind of His Own
10. Can't Fight Love
2. Demons Down
3. What's Forever For
4. Talkin' Bout Love
5. Spirit of Love
6. Down, Down, Down
7. Metallic Blue
8. Inside You
9. Johnny's Got a Mind of His Own
10. Can't Fight Love
Datum: 04.01.2007 - Autor Jörg
Was ist dann so anders an der CD? Ich würde sagen es ist die Art der Songs bzw. das etwas veränderte Songwriting was hier auf „Demons Dawn“ vorherrscht. Die Band klingt rockiger, was an sich nichts Schlechtes ist. Doch bei House of Lords wartet man doch auf epischen Breitwand-Sound der dich an die Wand drückt und den Verstand raubt.
Auf „Demons Dawn“ klingen James Christian und Band härter und nicht mehr ganz so bombastisch wie auf den beiden exzellenten Vorgängern.
Auch einige personelle Umbesetzungen machten sich auf der dritte Scheibe bemerkbar. Basser Chuck Wright war nicht mehr da und auch Gitarrist Michael Guy wurde durch einen gewissen Chick ersetzt. Auch auf dem Drummerhocker saß nicht mehr Ken Mary, sondern Aushilfe Tommy Aldrige (u.a. Ozzy Osbourne, Whitesnake).
Ich finde den Opener „O`Father“ als Eröffnungssongs für ein Album einfach völlig deplaziert. Der Song ist gut- keine Sache, doch als Einstieg in eine CD eindeutig nicht geeignet. Der episch angehauchte Titeltrack ist das schon von anderem Kaliber.
Danach scheinen sich House of Lords wieder gefangen zu haben und geben mit „What´s forever for“ (eine grandiose Ballade) und dem Zuckersong „Talkin `Bout Love“ wieder fantastischen Hardrock der Extraklasse.
Weitere Highlights auf diesem Album sind in meinen Augen die Lieder „Down, Down, Down“, das flotte „Metallic Blue“ –erinnert mich sehr an das geile „Lookin for strange“ vom Debüt und der geile Song „Johnny´s got a mind of his Own“. Diese Stücke stehen für die Qualität welche House of Lords die Jahre vorher angeliefert haben.
Verkaufstechnisch war „Demons Dawn“ auch nicht von so durchschlagenden Erfolg gekrönt, denn viele Fans zeigten sich von der dritten House of Lords-Scheibe einfach nur enttäuscht und ließen das Album im Regal stehen. Natürlich war leicht Bombastischer Hardrock 1992 nicht mehr so unbedingt der Renner. Da ja die Seattle-Bürschchen sich ihr Jahr des Erfolges sicherten und die Hardrock-Szene langsam aber sicher als uncool galt. Wo die meisten dieser Vögel heute sind, das wissen wir ja. So war natürlich abzusehen, dass der Verkaufseinbruch für House of Lords mehr oder weniger der Anfang vom Ende war. Die Band warf nach einiger Zeit das Handtuch. Ich glaube auch interne Streitereien zwischen Sänger James Christian und Keyboarder/Bandleader Gregg Giuffria waren auch dafür verantwortlich, das die Band für einige Jahre verschwand.
Ein nicht ganz so tolles Kapitel schloss die House of Lords-Saga erst einmal ab, doch „Demons Dawn“ hätte durchaus schlimmer werden können.





