House of Lords - Cartesian Dreams

7.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2009

Label
Frontiers Records

Besetzung
Gesang: James Christian
Gitarre: Jimi Bell
Bass: Chris McCarvill
Schlagzeug: BJ Zampa

Tracklist
01. Cartesian Dreams
02. Born To Be Your Baby
03. Desert Rain
04. Sweet September
05. Bangin'
06. A Simple Plan
07. Never Look Back
08. The Bigger They Come
09. Repo Man
10. Saved By Rock
11. Joanna
12. The Train (Bonus Track)

Datum: 18.09.2009 - Autor Claudio
House Of Lords sind als Band etwas besonderes, denn die Mannen um Ausnahmesänger James Christian schaffen etwas, was nur wenige Bands schaffen. Eigentlich zaubern sie mir immer ein Lächeln auf die Lippen wenn ein Song von ihnen gespielt wird oder ich ein Album der Herren in meine Finger bekomme. Wundersamerweise ist dies schon seit dem Jahre 1989 der Fall und auch die komische Phase Ende der neunziger Jahren konnte meine Zuneigung zu House Of Lords nicht wirklich stoppen. Ihre beiden letzten Alben “World Upside Down” und “Come To My Kingdom” gehören, in meinen Ohren jedenfalls, zu den stärksten Alben der Herren und auch konnte man die Band endlich mal Live sehen. Inzwischen haben wir 2009, ihr siebtes Studioalbum “Cartesian Dreams” ist auf dem Weg und wie ich es erwartet habe, enttäuschen House Of Lords auch diesmal nicht, aber sie schaffen es auch nicht auf ganzer Linie und immer zu überzeugen.

Einstieg in das Album ist das Titelstück und besser kann man in ein Album eigentlich nicht einsteigen. “Cartesian Dreams” ist zwar kein Opener im üblichen Sinne, da der Song eher getragen und melancholisch ist, aber er beinhaltet die besten Gesangsmelodien die seit langen aus dem Hause der Lords erklungen sind. Auch Songs wie “Desert Rain”, vielleicht der House Of Lords Song der letzten Jahre, starke Melodien, unglaubliche Gitarrenarbeit von Jimi Bell und BJ Zampa übertrifft sich selbst oder “Joanna” sind einfach mehr als nur gut. Musikalisch hochwertigster AOR, Melodic Metal, außerhalb aller Konventionen, aber trotzdem mit der Portion Herz, dass man einfach vor Freude strahlen muss, denn wirklich oft hört man sowas ja nicht mehr. Leider ist bei Licht auch Schatten und das heißt bei “Cartesian Dreams” halt Songs wie “Born To Be Your Baby” oder “Saved By Rock”, für andere Bands wären diese Songs wahrscheinlich grandiose Meisterwerke, aber bei einer Band wie House Of Lords ist es halt recht nichtssagender, 0815 Hardrock. Gut gespielt und auch gut gesungen, aber halt Songs die den Anschein haben im vorbeigehen geschrieben worden zu sein. Songs die das Gefühl verbreiten Füllmaterial zu sein und ich bin der festen Meinung, dass eine Band wie House Of Lords sowas einfach nicht nötig haben.

Ehrlich gesagt ist das auch der einzige Kritikpunkt an dem Album, ein nicht zu verschweigender zwar, aber der einzige. House Of Lords haben es wieder einmal geschafft ein weit überdurchschnittliches Album an den Tag zu bringen. James Christian gehört immer noch zu den besten Sängern im Business und auch die anderen Musiker müssen sich hinter niemandem verstecken. Wer nur ansatzweise glaubt Hardrock zu mögen, der wird an “Cartesian Dreams” nur schwer vorbei kommen. Wer nicht weiß, wie diese Musik klingen sollte, dem sei auch dieses Album oder House Of Lords im Besonderen ans Herz gelegt. Denn diese Musik ist, wenn gut gespielt, niemals altbacken oder langweilig, sondern einfach nur das, was Musik sein sollte. Kunst !



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