Helstar - A Distant Thunder

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1988

Label
Metal Blade

Besetzung
Gesang: James Rivera
Gitarre: Larry Barragan
Gitarre: Andre´Corbin
Bass:Jerry Abarca
Schlagzeug: Frank Ferreira

Tracklist
1.The King is Dead
2.Bitter End
3.Abandon Ship
4.Tyranncide
5.Scorcher
6.Genius of Insanity
7.(The) Whore of Babylon
8.Winds of War
9.He´s a Woman, She´s a Man

Datum: 24.02.2005 - Autor Jörg
Uahhh, US-Metal-Tage bei Sleaze-Metal, oder was? Hölle aber auch, da kann ich aus den Vollen schöpfen und zerre mal die ein oder andere Legende vom Dachboden. Helstar ist Kult und durfte eine Zeit lang in Destiny´s End weiterleben. Unerreicht bleibt für mich das rohe und ungeschliffene Debüt, dicht gefolgt von „A Distant Thunder“. Man hört hier den Iron Maiden-Touch noch ein wenig deutlicher heraus, doch Sänger James Rivera drückt der Band aus Texas einen verdammt eigenen Stempel auf. Die beiden Eröffnungstücke legen gleich alles in Schutt und Asche „The king is dead“ rult supreme mit eingängigen Refrain und „Bitter End“ überzeugt mit brutalem Riffing. Diese Schreie, ich kann es immer nur betonen und ergötz euch an dem megageilen Organ von James Rivera, dieser kleine Kerl hat eine Stimme welche einfach nicht von dieser Welt ist. Der Abräumer „Abandon Ship“ macht klar, hier sind Könner am Werke und die Band ist auf ihrem dritten Album zu einer perfekten Metal-Maschine geworden. Helstar erreichen zwar nicht mehr die ungezügelte Power des Erstlings, doch wird hier die Power durch ausgereifte Technik ersetzt. Leider hat „A Distant Thunder“ einen Schwachpunkt und zwar das eher mäßig geratende Cover-Werk „He´s a Woman, She´s A Man“ (Scorpions), ist zwar in Ordnung, wird aber dem restlichen Material nicht gerecht.

Dafür darf man sich aber getrost solcher Perlen wie „Tyrannicide“ oder „Winds of War“ hingeben, welche beide zu den Highlights auf dieser CD zählen.

Meine Güte, was waren Helstar doch für eine Götterband und wie es so oft vorkam, hat es so gut wie niemand gemerkt. Selbst eine Reunion sorgte zwar bei Insidern für feuchte Unterhosen, konnte aber auch nicht mehr viel retten. US-Metal-Freunde werden sich mit „A Distant Thunder“ in den Metal-Himmel bangen, alles anderen die es bis heute nicht kapiert haben, werden es auch in 100 Jahren nicht mehr raffen. Helstar is geil, da gibbet nix.







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