Helloween - Walls of Jericho-CD(incl. Helloween-EP&Judas)

8.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1986

Label
Noise

Besetzung
Gesang, Gitarre: Kai Hansen
Gitarre: Michael Weikath
Bass: Markus Großkopf
Schlagzeug: Ingo Schwichtenberg

Tracklist
HEllOWEEN-EP:
1.Starlight
2.Murderer
3.Warrior
4.Victim of Fate
5.Cry for Freedom
WALLS OF JERICHO:
6.Walls of Jericho (Intro)
7.Ride the Sky
8.Reptile
9.Guardian
10.Phantoms of Death
11.Metal Invaders
12.Gorgar
13.Heavy Metal (is the Law)
14.How many Tears
15.Judas

Datum: 25.10.2004 - Autor Jörg
Boach, was ist das lang her!! Hölle auch, aber geil. Ich habe einfach mal Bock drauf über die Frühwerke von Helloween zu schreiben, alle anderen Scheiben überlasse ich dann lieber meinen Kollegen. Deswegen reviewe ich auch die komplette „Walls of Jericho“-CD, diese enthält nicht nur das saugeile Album, sondern auch noch die erste „5-Song-EP“ welche im Februar 1985 auf den Markt kam und noch den Titelsong der „Judas“-Maxi (erschien seinerzeit Mitte 1986), die B-Seite enthielt nur 2 Livesongs und die kann man gut und gerne verschmerzen. Auch mir liegen die beiden Keeper-Scheiben am Herzen und ich unterschreibe auch die 10 Punkte in dem Review vom Vince, doch gehört „Walls of Jericho“ zu einer meiner ersten Metal-Scheiben und ich mag das Ding ungemein. Logisch ist der Sound hier noch nicht 100 % aber es knallt fast durchgehend amtlicher Speedmetal aus den Lautsprechern. Man, hört man sich Kai Hansen heutzutage bei Gamma Ray an und vergleicht sein schauerlich, kultiges Gejaule von damals, so muss man sagen das er schon ordentlich an sich gearbeitet hatte. Aber der Reihe nach, die CD wird mit der sogenannten „Helloween-EP“ eröffnet und hier sägen die Hamburger sich durch 5 Klassiker, wobei mir „Warrior“ und das hypergeile „Victim of Fate“ am liebsten sind, dicht gefolgt vom „Bombast-Stück“ „Cry for Freedom“, das Wort Bombast habe ich absichtlich in Anführungs-Zeichen gesetzt, weil so richtig Bombast kann man das auch noch nicht nennen, der Speed gewinnt aber auch hier schnell die Überhand.

Dann setzt das Intro von „Walls“ ein und man bekommt einen richtigen Schauer, der einen den Rücken runterläuft, es geht gnadenlos in den wohl bekanntesten Kai Hansen-Song über, gemeint ist „Ride the Sky“, der heimliche Hit. Hier krachen Hamburg Youngsters mit einer Speedgranate nach der anderen aus den Boxen und lassen keinen Zweifel, mit solchen Songs wie „Reptile“ oder das Ohrwürmige „Guardians“ wollte man es wissen. Die Fans liebten damals diese Scheibe und ich tue es noch heute. Schon mal das geniale „Phantoms of Death“ in Ruhe angehört? Was die beiden Gitarristen Hansen und Weikath sich hier für Gitarrenduelle liefern ist einfach umwerfend. Viele bemängeln heute den Sound der Scheiben, aber das musste halt so sein. „Metal Invaders“ ist ein Brecher und „Gorgar“ entlarvt Helloween schon früh als Spaßvögel. Nun folgt die Hymne überhaupt, ich kann gar nicht verstehen das weder Helloween noch Gamma Ray diesen Song heute nicht mehr spielen, ist ihnen wohl zu peinlich. Einzig störend ist hier wohl das zugemischte Publikum, doch das hat damals niemanden gestört und wer hat nicht auf dem Spielplatz nach der dritten Dose Aldi-Bier begeistert den Mittelteil von „Heavy Metal (is the Law)“ mitgerölt und war sich damit genau bewusst das man zu einer ganz Besonderen Sache gehörte. „Heavy Metal is the Law, keep us all united free“, das hat man sogar schon im 5ten Schuljahr nach den ersten Englischstunden verstanden. Abgeschlossen wird das „Walls of Jericho“-Album dann von dem wohl reifsten und abwechslungsreichen Song, den Helloween zu der Zeit im Repertoire hatten, „How many tears“ ist ein unschlagbarer Klassiker des „Euro-Metals“ und ich benutzte den Begriff mal nicht abwertet.

Ganz am Ende der CD findet man dann den letzten Song den Kai Hansen für Helloween gesungen hatte, „Judas“ ist ein Kracher mit Ohrwurm-Feeling, gab es damals nur als Maxi-Single und wurde nie auf einem Album veröffentlicht. Nach dieser Scheibe stieß dann ja ein gewisser Michael Kiske zur Band und wie es weiter ging, das wissen wohl die Meisten.



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