Headhunter - Parasites of Society

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
AFM Records

Besetzung
Gesang, Bass: Marcel „ Schmier“ Schirmer
Gitarre: Uwe „Schmuddel“ Hoffmann
Schlagzeug: Jörg Michael

Tracklist
1. 3rd Man Introduction
2. Parasite Of Society
3. Silverskull
4. Remission
5. Doomsday For The Prayer
6. 18 And Life (SKID ROW Cover)
7. Read My Lips
8. Backs To The Wall
9. Egomaniac
10. The Calling
11. Payback Time
12. Rapid Fire (JUDAS PRIEST Cover

Datum: 11.05.2008 - Autor Jörg
VÖ:23.05.08

Für viele wird die Reunion von Headhunter eine Menge Fragezeichen aufwerfen. Wieso? Warum? Wer waren die denn noch mal? Headhunter waren für Destruction-Sänger Schmier seine neue Band, als er bei seiner Hauptband in den frühen 90gern ausschied. Damals brachten es Headhunter auf 3 Alben, von denen ich ehrlich gesagt nur das Debüt „Parody of Life“ richtig gut fand. Nun sind etliche Jahre ins Land gezogen und die Zeiten haben sich geändert. Der Metal ist wieder voll da und auch Schmier steht mit seinen Destrcution wieder voll im Saft. Warum also „Parasite of Society“, das nun mehr 4. Headhunter-Album? Weil die Band –Gitarrist Schmuddel und Drummer Jörg Michael (Ex-Running Wild, Stratovarious etc.), einfach richtig Bock auf eine Metal-Platte hatten und das hört man den Songs auf diesem Album an.

Headhunter sind mehr traditioneller Heavy Metal als wie Thrash-Metal. Schmier versucht sich hier auch mehr als Sänger, als das er auf seine berühmt berüchtigte Art und Weise herumschreit und quietscht. Mann muss es der Szene-Ikone lassen, er hat sich Gesanglich sehr verbessert, was sofort beim Video-Track „Silverskull“ auffällt. Der Opener ist ein typischer Headhunter-Song, der auf das bisher Beste Headhunter-Album einstimmt. Dann folgt eben „Silverskull“ und es kommen noch mehrere Knaller welche ich ehrlich gesagt so und in dieser Form nicht erwartet habe.

Headhunter haben mit „Parasites of Society“ ein Album kreiert, welches frisch und spontan klingt. Der Fan welcher sonst eher nicht mit Destrcution klar kommt, dürfte seine Freude am Rootsgetränkten Metal der Headhunter haben.

Das doomig, düstere „Remission“ ist eine amtliche Kelle und schafft Abwechslung. Mit „The Calling“ streuen Headhunter eine geile Mitsinghymne ein. „Read my Lips“ und „Egomaniac“ sind dafür wieder typisches, flottes Bangerfutter das gut nach vorne ab geht.

Das Album bietet auch noch 2 Coversongs, wovon „Rapid Fire“ von Judas Priest keine sonderlich große Sache darstellt. Ich meine damit der Song ist solide umgesetzt und passt zu Headhunter wunderbar. Mit „18&Life“ haben sich die 3 an einen Skid Row-Hit gewagt, der erst mal für Stutzen sorgt. Hört man den Song dann, gibt es nur 2 Möglichkeiten wie ich meine: Love it or hate it..ich finde den Song schweinegeil und das Stück zaubert gute Laune. Headhunter provozieren damit sicherlich ein wenig, denn die true Basis wird sich ( sie tut es schon) die Köpfe heiß diskutieren, ob eine Band wie Headhunter das überhaupt darf? Also einen Poser-Song zu covern. Die letzten Poser im Land sind auch eher der Meinung dass man sich wohl eher nicht an dem Song hätte vergreifen sollen. Auch hier ist nicht mehr viel mit Open-Mind und „Über den Tellerrand schauen“. Der Gesang ist sicher Geschmacksache, aber in Zeiten wo der Sänger des Originals mehr recht als schlecht Pantera-Like über die Bühnen und seine neuen Songs brüll-gröhlt sollte diese Fan-Base auch mal besser den Rand halten. Headhunter wollen mit dem Song paralysieren und haben das schon geschafft.

„Parasites of Society“ ist eine durchweg gelungene Heavy Metal-Scheibe, welche ich sicher nicht mit so viel Wums und Frische auf dem Schirm gehabt habe. Aber ich lasse mich gerne überraschen. Auf der endgültigen Version soll angeblich noch eine kleine Überraschung versteckt sein, also lässt bleibt neugierig.





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