Erscheinungsjahr
1993
Label
WEA
Besetzung
Gesang, Keyboard: Harry Hess
Gitarre, Gesang: Pete Lesperance
Bass, Gesang: Mike Gionet
Schlagzeug, Gesang: Darren Smith
Tracklist
1. Saviours never cry
2. No justice
3. Stranger than Love
4. Changes comes around
5. Jealousy
6. Sentimental Blvd.
7. Mandy
8. Empty Promises
9. If there wa a Time
10. Just like I planned
11. Had Enough
Datum: 29.05.2004 - Autor Jörg
“Mood Swings” ist einer der stärksten Outputs der kanadischen Ohrwurm-Spezialisten. Könnte man rein vom Cover der CD noch falsche Schlüsse ziehen, das man es hier mit einer recht depressiven CD zu tun hat, ist man aber schief gewickelt. Obwohl ein etwas düsteren Grundstimmung kann man der Musik der unvergleichlichen Band nicht absprechen. Wie beschreibt man eigentlich die Musik von Harem Scarem? Werde ich oft gefragt und dies ist das Problem. So richtig will mir da nichts einfallen. So rein von Gitarrensound her, kommen mir öfter mal Van Halen in den Sinn, aber nur vom Klang der Gitarre her. Mehrstimmige Chöre und Refrains gibt es bei Van Halen ja auch selten. Einigen wir uns doch auf guten AOR, obwohl es meiner Meinung doch schon eher in den Hardrockbereich geht, mit großartigen Melodien. Zieht euch mal „No Justice“ oder „Saviours never cry“ rein. Harry Hess zieht jedem mit seiner tollen, leicht rauen Stimme in seine Bann und macht den Sound von Harem Scarem noch unverwechselbarer. Wenn Bon Jovi den Song „Stranger than Love“ aufgenommen hätten, es wäre ein Welthit geworden, aber so, ein Geheimtipp. Harem Scarem sind wieder so eine Band bei der ich förmlich nach Worten suchen muss um der Musik einfach gerecht zu werden. Am Besten ist es man drückt dem Fragenden ein Tape mit den besten Liedern der Band in die Hand und sagt höre selbst. Wird dann wohl ein recht langes Tape werden, den viele Songs kann man hier gar nicht weglassen. Auf alle Fälle müssen mit Killer-Hooklines gespickte Stücke wie „Empty Promises“ drauf und vor allem die Hymne „Changes comes around“, das aber in der Version der Live-CD „Live in Japan“ noch eine Ticken brillanter ist, das man es flotter und mit noch mehr Pep spielt. Aber auch die Fassung von „Mood Swings“ bringt Party-Laune. Guter Sound, von genialen Musikern/Songschreibern so kann man diese CD von Harem Scarem auf den Punkt bringen, die ohne Frage als Meisterwerk der Band gehandelt wird.