Gypsy Rose - Another World

9.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Escape Music

Besetzung
Gesang: David Reece
Gitarre: Martin Kronlund
Keyboard:Rikard Quist
Bass: Mats Bostedt
Schlagzeug: Imre Daun

Tracklist
1. Final Call
2. Nothing Really Matters
3. Angels
4. When I Call Your Name
5. Don´t Look Back
6. Fired
7. A Little Ain´t Enough
8. All The Way To The Sun
9. A Million Miles
10. Liar
11. Another World
12. Hellhammer

Datum: 15.06.2008 - Autor Frank
VÖ: 20.06.2008

Gypsy Rose haben sich dem Heavy Rock der 70’er und 80’er Jahre verschreiben und ihn irgendwie über die 90’er hinweg ins letzte Drittel der ersten Dekade des neuen Millenniums befördert – oder einfach ausgedrückt ins Jahr 2008!

Bisher haben die Schweden mit „Prey“ und dem Selbstbetitelten Zweitling bodenständige Alben herausgebracht, die jedoch in der Vergangenheit nicht die Beachtung gefunden haben die sich die Band gewünscht hätte. .

Ebenso ging es David Reece, der mit Bangaloir Choire erste Achtungserfolge einstrich, mit seinem Seitensprung bei Accept eher eine Bruchlandung erlebte. Mit Sircle of Silence brachte er zwei sehr gute Alben heraus, die bei der Fachpresse viel Lob einfuhren, aber nicht den erhofften oder benötigten Verkaufserfolg hatten. Und nun, haben sich die beiden bisher „erfolglosen“ Parteien gefunden und was dabei raus kommt ist …. Ist richtig geil!

Davids Stimme passt auf die Musik wie der Allerwerteste auf den Eimer! Und auch, wenn Gypsy Rose sich sehr häufig bei Elementen und bim Sound der 80’er bedienen, „Another World“ klingt frisch und überhaupt nicht angestaubt.

Schon der Opener „Final Call“ rockt straight nach vorne und bringt das was alle, die dem Hard Rock bzw. Glam und Sleaze der 80’er nachtrauern, in letzter Zeit vermissen.

Nein, nicht Haarspray, Lippenstift (dafür gibt es diverse Bubi bzw. Girlie Bands in den Skandinavischen Wäldern) und auch nicht Männer in Hotpants und Highheels, sondern Rock, der einfach sofort geradeaus auf die Fresse geht!

Das Ganze getragen von der Stimme David Reece’… schön rau und rockig. Hier haben sich zwei gesucht und gefunden!

Der zweite Song „Nothing Really Matters“ schlägt in genau die gleiche Kerbe … klasse!

Und kaum hab ich gedacht:“ Wau, auf welche Höhe legt die Scheibe den Standart des Heavy Rock Anno 2008, da haut der 5er „Angels“ raus! Der Song kann es mit allen Klassiker der Hochzeit schwedischen Rockern und mit vielen Highlights amerikanischen Hard Rocks aufnehmen.

„When I call you Name“ klingt ein wenig nach Tyketto zu ihren Besten Tagen und das später folgende „A Little Ain’t Enough“ erinnert an die Zeit als die Schweden Treat mit „World of Promises“ auf den Bildschirmen durch die Metalsendungen flimmerten! Auch wenn das „Legga Mäuschen des Videos auf der Scheibe nicht zu Ruhm und Ehre kommt!“

Mit „All The Way To The Sun“ kommt dann noch ein Stück, dass schon alleine durch die Rotation im CD Player die Außentemperatur auf 30 ansteigen lässt und das man sich nur noch in einen kühlen Pool wünscht in dem man von einer Badenixe (Das wär doch n Job für das Treat Girl) einen eisgekühlten Bacardi-Cola serviert bekommt!

Alles in allem ein wirklich hochklassiges Album das irgendwo zwischen Schweden Rock/ Metal und amerikanischen Hard / Heavy Rock der 70’ er und 80’ er liegt. Wobei Gypsy Rose auf die Überflutung durch nervende Keyboards verzichtet haben, sondern das Tasteninstrument nur zur Untermalung und für einen volleren Sound verwendet haben.

Zum Abschluss kommt „Hellhammer“ zu neuen Ehren. Der Song, war schon auf Davids Gastspiel bei Accept auf deren “Eat The Heat” vertreten … in der neuen Version passt er jedoch viel besser zu Davids Stimme!

Auch beim 20 und 30 Durchhören der Scheibe bin ich begeistert … ob es wirklich zu einem absoluten All-time Hammer wird weiß ich noch nicht … die Anlagen sind da! Deshalb vorerst nur 9,5 Punkte







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