Gunfire 76 - Casualties & Tragedies

5.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2009

Label
LLC

Besetzung
Gesang - Wednesday 13
Gitarre - Roman Surman
Gitarre - Dave Muselman
Bass - Scott Whalen
Schlagzeug - Rob Hammersmith

Tracklist
1. Let´s Kill The Hero
2. Casualties And Tragedies
3. Nothings All I Need
4. Los Angel-Less
5. Rocket To Nowhere
6. Something For The Suffering
7. One More Reason To Hate You
8. Tell You Like It Is
9. What Did You Expect
10. Back To The Gutter
11. Get Me Through The Night

Datum: 09.10.2009 - Autor Psychobimbo
Gunfire 76 ist also das Nebenprojekt mit dem Wednesday 13 endlich seinen puren und nicht

durch Gothicrock und Unsinn verfällsten Rock ´n´ Roll spielen will. Er möchte seinen

Glamrock Roots der 70er huldigen, da er sich laut eigener Aussage als Solokünstler Wednesday

13 zu limitiert fühlt. Das mag verstehen wer will, ich halte das für Schwachsinn. Aber man

möchte nicht so sein und gibt der Scheibe eine Chance, denn 70s Glamrock ist ja ganz großer

Sport und sowas gibt man sich bekanntlich ja immer gerne.

Nach diversen Durchläufen bin ich zu dem Schluss gekommen das ich mit W13 mal gerne

entspannt auf ein Bierchen in die Kneipe gehen möchte um mich mit ihm zu unterhalten.

Ich würde ihm sagen das ich die Murderdolls Sachen richtig unterhaltsam finde und auch mit

den Frankenstein Drag Queens bzw. mit seinem Solozeug kein wirkliches Problem habe. Auch

würde ich nicht hinter dem Berg halten das ich bei ihm eher das Problem habe ihn als autentisch

und echt zu erleben. Er ist ja ein hübscher Bengel, der zwischen den gestylten Gothrockern von

The 69 Eyes nicht auffallen würde, aber irgendwann sollte man schon dafür sorgen so etwas

Ähnliches wie Profil zu bekommen.

Auf "Casualties & Tragedies" klingt er so als wolle er frühe Alice Cooper mit skandinavischen

Rotzrock mischen. Grundsätzlich keine schlechte Idee, wenn auch nicht wirklich originell. Aber

wenn dabei kreativ niedriger angesiedelt wird als bei Pretty Boy Floyd in ihren schwächsten

Momenten, dann fragt man sich schon ein wenig nach dem Sinn.

Warum nicht einfach mit ein paar Kumpels eine Glampunkrock Covercombo gründen und ab

und zu rauschig in der nächsten Kneipe auflärmen?

Vielleicht sollte er auch mal eine alte Faster Pussycat Scheibe auflegen und nachhören wie man

seine musikalischen Ursprünge aufpeppt und sinnvoll auf Vinyl, bzw. CD pressen soll.

Unter dem Strich bleibt ein recht blasses und beliebiges Oldie Album von einem Künstler der

sich damit nicht wirklich einen Gefallen getan hat. Gut gemacht aber nichts gebracht, möchte

man sagen.

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