Glenn Hughes - First Underground Nuclear Kitchen

6.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Frontiers Records

Besetzung
Gesang, Bass, Funk-Gitarre: Glenn Hughes
Gitarre: JJ Marsh
Gitarre: George Nastos, Lusi Maldonado
Keyboard: Anders Olinder, Ed Roth
Schlagzeug: Chad Smith

Tracklist
1. Crave
2. First Underground Nuclear Kitchen
3. Satellite
4. Love Communion
5. We Shall be free
6. Imperfection
7. Never Say Never
8. We go to War
9. Oil and Water
10. Too late to save the world
11. Where there’s a will

Datum: 03.05.2008 - Autor Jörg
VÖ:09.05.08

Die Ankündigung das Glenn Hughes sich mal wieder an ein Album machen würde, welches seine Vorliebe für Funk zum Ausdruck bringt, lies mich mit Grummeln an die Scheibe “Feel” von 1995 denken. Diese Scheibe befindet sich noch nicht mal in meiner Sammlung und als Fan von Glenn habe ich leider nie Zugang zu dieser CD gefunden. Sicher ist mir bekannt, das Hughes schon vor seiner Zeit bei Deep Purple dem Funk sehr zugetan war. Auch auf dem tollen Album von 2006 „Music for the Devine“ waren schon funkige Einflüsse stärker zu hören, als noch auf dem Jahrhundert-Album „Soul Mover“. Lassen wir aber mal das schmollen und wenden uns der Musik auf „First Underground Nuclear Kitchen“ zu. Lest mal beim Album-Titel nur die Anfangsbuchstaben. Diesen „Gag“ gab es ja schon bei „Return of Crsytal Karma“ vor einigen Jahren. Wo war ich? Ach ja die Musik auf der neuen Glenn Hughes. Startet das Album mit „Grave“ noch sehr cool und ich lege direkt meine Bedenken zur Seite kommt es sozusagen mit dem Titelsong dicke für mich persönlich. Hier kommen Bläser zum Einsatz und sorgen für viel Funkfeeling.

Vergleicht man jetzt „F.U.N.K“ mit „Feel“ seinerzeit muss man sagen, das die neue von Glenn Hughes doch noch sehr kernig klingt, denn bratende Gitarren sind immer noch auszumachen. Sicher ein Verdienst von Hughes langjährigen Kompagnon JJ Marsh. Chilli Peppers-Drumer Chad Smith ist hier übrigens auch wieder mit von der Partie und groovt sich lässig durch die Songs.

„Love Communion“ war schon auf dem „Rock the Bones“-Sampler vertreten und bietet Heavy-Funkrock. Schon beim ersten Durchlauf war „Satellite“ eines der Höhepunkte, die tolle Ballade beweist wieder das Glenn Hughes einer der besten und brillantesten Rocksänger überhaupt ist.

Meine Enttäuschung über den starken Funkeinschlag, bedeutet jetzt sicher nicht das „F.U.N.K.“ ein schlechtes Album ist. Keineswegs, die Lieder sind echt gelungen und auch der Gesang ist wieder über jeden Zweifel erhaben. Nur bin ich wohl zu sehr Rock-und Metal-Fan als das mich ein Funkrock-Album in Überschwängliche Begeisterung versetzen mag.

Glenn Hughes kann es sich eben erlauben, die Musik aufzunehmen auf die er gerade Bock hat und schert sich einen Kehricht um gängige Trends. Nach der recht langen rockigen Phase macht Glenn eben wieder etwas mehr Funk, das muss man als Fan akzeptieren. Ich könnte mir vorstellen, das wir in ein oder zwei Jahren wieder ein rockiges Album von ihm bekommen.

Wer sich nicht sicher ist hört besser vor dem Kauf mal in „First Underground Nuclear Kitchen“ rein. Tipps wären noch: We go to War, Too late to save the World, We shall be free







last.fm Player


TOP-NEWS
Interview: Backyard Babies


RANDOM REVIEWS