Gamma Ray - Land of the Free Pt:2

7.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2007

Label
SPV

Besetzung
Gesang/Gitarre: Kai Hansen
Gitarre: Henjo Richter
Bass: Dirk Schlächter
Schlagzeug: Daniel Zimmermann

Tracklist

1. Into the Storm
2. From the Ashes
3. Rising again
4. To mother Earth
5. Rain
6. Leaving Hell
7. Empress
8. When the World
9. Opportunity
10. Real World
11. Hear me Calling
12. Insurrection

Datum: 03.11.2007 - Autor Jörg
VÖ:16.11.2007

Nun hat es auch Gamma Ray erwischt, diese Idee einen 2ten Teil eines Hitalbums zu machen. Nachdem sich Queensryche, Helloween und andere schon damit gut in die Nesseln gesetzt haben ziehen Kai Hansen und seine verstrahlten Buben auch nach. „Land of the Free“ erschien 1995 und war seinerzeit eine echte Frischzellen-Kur für Gamma Ray. Der Abgang von Sänger Ralf Scheepers wurde damit aufgefangen das Kai Hansen wieder selber sang und das fantastisch wie noch nie zuvor. Die Scheibe brachte Gamma Ray einen Popularitätsschub sondergleichen. Auch ich habe mich endlich zum Gamma Ray-Fan gewandelt, weil eben der Posten am Mikrofon nun Hansen innehatte. Mir wäre jeder andere auch Recht gewesen, ich kann mir Ralf nicht ziehen.

Nun haben wir 2007 und Gamma Ray stehen einer ähnlichen Situation wie damals gegenüber, denn irgendwie haben sie sich mit ihren letzten Scheiben in eine Sackgasse gespielt. Viele Fans -wie auch ich, haben irgendwie nicht mehr viel auf die Band gegeben.

Ob es nun „Land of the Free -2“ wieder richten kann wie einst? Ich mag es mal zu bezweifeln, denn bis auf den Titel hat es nichts mit dem 12 Jahre alten Bruder von Hammer-Album zu tun. Klar Covertechnisch sind Parallelen vorhanden, doch hier findet man keinen 2ten Teil von „Man on a Mission“ oder „Rebellion in Dreamland“, will der Fan doch auch gar nicht.

Gamma Ray haben hier wieder mehr auf den typischen Gamma-Ray-Stil gesetzt, wie auf den letzten beiden Scheiben und auch ein wenig mehr Speed-Bombast hat wieder Einzug gehalten.

Als erstes fällt mir auf das sich Kai Hansen ein klein wenig selber beklaut hatte, denn die Strophen von „To Mother Earth“ erinnern mich doch sehr an den uralten-Helloween-Klassiker „How many Tears“, achtet mal auf die Rhythmik beim Gesang, da wisst ihr was ich meine. „Leaving Hell“ ist eine perfekte Single und würde sich anbieten das Album zu repräsentieren.

Mit „Rain haben sich Gamma Ray ein abwechslungsreiches, modernes Hooklines-Monster erschaffen und bringen so Abwechslung in die Speed-Bombast-Hymnen welche das Album bis hier hin dominiert haben. Allerdings begehen sie Hamburger nicht den Fehler und geben nur Double-Bass-Geballer von sich, so ein charmanter Groove wie „Empress“ ist was ganz Feines.

Ich ziehe mal zum direkten Vergleich den 3ten Teil einer Album-Saga einer anderen Hamburger Band hinzu, wo die Fans mehr als enttäuscht waren, so etwas wird den Gamma Ray-Fans sicher erspart bleiben. Auf „Land of the Free 2“ zeigt die Kurve eindeutig wieder mehr nach oben, als noch aus den Vorgängern –Auch ist mir bewusst das diese G-Ray-Scheiben Anhänger haben. Auf dieser CD hier stimmt wieder der Anteil an Songs die einen so richtig gut beglücken. Für die Longtrack-Freaks langen Gamma Ray hier 2 X gut hin und geben mit „Opurtuniy“ (7:13) und Insurrection“ (11:33) wieder alles was man aus der Hansen-Schule erwartet. Sicher ist auch nicht alles Gold was glänzt doch solche Platten wie „Somewhere out in Space“, „Heading for Tomorrow“ (Trotz Scheppers ein Killer von Album) und eben Part 1 sind die Referenzscheiben der Gamma Rays.

Ich glaube Gamma Ray haben es gar nicht so mit dem Brecheisen versucht ein gleich klingendes Album zu schreiben, ich glaub den Fans einfach diesen Titel „Land of the Free Pt 2“ als Anreiz für Spekulationen und Diskussionen zu geben und eben was Vertrautes zu schaffen war möglicherweise einer der Hauptgründe. Die Scheibe hier ist bei weitem keine Enttäuschung geworden.







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