Frehley's Comet - Same
8.5 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
1987
Label
Megaforce Rec.
Besetzung
Gesang/Gitarre: Ace Frehley
Gitarre/Keyboard: Tod Howarth
Bass: John Regan
Schlagzeug: Anton Fig
Gitarre/Keyboard: Tod Howarth
Bass: John Regan
Schlagzeug: Anton Fig
Tracklist
1. Rock Soldiers
2. Breakout
3. Into the Night
4. Something Moved
5. We Got Your Rock
6. Love Me Right
7. Calling to You
8. Dolls
9. Stranger in a Strange Land
10. Fractured Too instrumental
2. Breakout
3. Into the Night
4. Something Moved
5. We Got Your Rock
6. Love Me Right
7. Calling to You
8. Dolls
9. Stranger in a Strange Land
10. Fractured Too instrumental
Datum: 06.02.2006 - Autor Jörg
Immerhin schickte er sich 1987 an, einen Nachfolger für seine Solo-Scheibe von 1978 in die Läden zu stellen. Frehleys Comet zündete prachtvoll und mit einer irren Power, doch bevor ich zur Musik komme möchte ich mal auf die Band eingehen. Drummer Anton Fig hatte schon auf dem 70ger Solo-Album von Frehley die Drumparts gespielt und sorgt auch bei „Frehleys Comet“ für den amtlichen Wums. Hört euch nur mal das kurze Drum- Intermezzo gegen Ende von „Breakout“ an, der Junge versteht sein Handwerk. Zudem trat Anton später noch für Leute wie John Waite, Patty Smith oder Billy Squier an. Gitarrist Tod Howarth zeigte seine toupierte Mähne zuvor bei der Band 707 und legte noch einige Solo-Scheiben unter seinen eigenen Namen nach. Einzig Basser John Regan war nicht ganz so beschäftigt.
Die Musik ist die 80ger Version von Ace seiner Solo-Scheibe zu Kiss-Zeiten, welche ja sowieso die härteste war. Schon der stampfende Opener „Rock Soldiers“ sorgt für Headbanger-Stimmung und kommt mit mächtigen Chören daher. Es heißt in dem Song auch „Aceis back and we told you so“, das gleicht schon fast einer Phrase aus dem Wrestling. „Breakout“ fährt dann mächtig in die Därme und lässt einem erzittern. Mensch das ehemalige Wrack lies es mit dem ersten Frehleys Comet-Album mächtig dampfen. Eine Fortsetzung seines legendären Instrumental-Stückes „Fractured Mirror“ findet man am Ende der Scheibe und ist in meinen Augen der einzig überflüssige Song hier. Dann lieber solche Dampf-Hammer-Hardrock-Songs wie „We got your rock“, „Into the Night“ oder das brillante „Something Moved“. Auch etwas kommerziellere ausgerichtete Stücke packte der ehemalige Masken-Rocker auf seine erste Kometen-Platte. Das bei dem Ohrwurm „Dolls“ kein Top-Ten-Hit in den Staaten heraussprang wundert mich allerdings. Ace Frehley machte auf dieser Scheibe fast alles richtig und lies die Zweifler verstummen, welche nur die Augen verdrehten als sein Name wieder ins Gespräch kam. Frehleys Comet bietet knusprigen und gut abgehangenen Hardrock der Sonderklasse. Die Scheibe lässt das „Crazy Nights“-Werk von Kiss (welches mir aber auch gut gefällt), aus dem gleichen Jahr, verdammt blass aussehen. Leider ging dem Spaceman irgendwie hiernach wieder die Luft aus, denn „Second Coming“ reichte meiner Meinung nach nicht mehr an das geile Erstwerk der Band heran. Aber so ist das wohl bei Kometen, sie tauchen unverhofft auf, lassen dich mit offenem Mund dastehen und werden dann in der Ferne immer kleiner, bis sie irgendwann ganz verpufft sind.
Eine Frage habe ich aber noch, wieso verpulverte Ace Frehley den abartig geilen Song „Words are not Enough“ auf seiner Live-EP als Bonus? Das Lied wäre hier sicher gut aufgehoben gewesen und hätte die Qualität der Platte noch mal etwas angehoben.
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