Freak of Nature - Same

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1993

Label
Music for Nations

Besetzung
Gesang: Mike Tramp
Gitarre: Dennis Chick
Gitarre: Kenny Korade
Bass: Jerry Best
Schlagzeug: Johnny Haro

Tracklist
1. Turn the other Way
2. What am I
3. Rescue Me
4. `92
5. People
6. World doesn´t mind
7. Possessed
8. Where can I go
9. If I Leave
10. Love was here


Datum: 29.05.2004 - Autor Jörg
Nach dem Ende von White Lion hat sich Mike Tramp nicht lange bitten lassen und hatte bald eine neue Band parat. Mit einer komplett anderen Mannschaft und auch mit einem etwas anderem Sound als wie bei seiner Erfolgsband meldet sich der Däne wieder bei seinen Fans zurück. Hier schimmert besonders Mikes Vorlieb für Thin Lizzy durch, und auch eine etwas härtere Gangart schlägt man mit Freak of Nature an. Soll heißen man setzt auf rauere Stücke und eine insgesamt härteren Sound. Allerdings passt hier noch Mike Tramps Stimme zu den Stücken. Für mich war klar das ich die CD sofort abgreifen musste, schon das Cover sprach mich an und ich finde das Bild bis heute noch satt. Im Gegensatz zum Nachfolger gefallen mir beim Freak of Nature-Debüt noch alle Lieder außerordentlich gut. Schon der fetzige Opener „Turn the other way“ macht die Marschrichtung klar, auch der Titel zeigt das man sich hier zu anderen Unfern bewegt als wie noch zu White Lion-Zeiten. Mehr Groove, statt Melodie, mehr fetzige Riffs, als wie glatt polierte Refrains. Starke Title sind es alle ohne Frage, aber ich habe hier ein paar besondere Lieblinge auf der CD. Das textlich sehr emotionale „´92“ wo Mike mal wieder sein Seelen-Leben dem Höher offenbart und den tot seiner Oma verarbeitet. Wo ich gerade bei den Texten bin, „People“ hat sich in den letzten Jahren zu einem Stück entwickelt wo ich sagen muss, so was kenne ich nur zu gut. Die super tolle Ballade „Love was here“ beschließt ein starkes Album sehr nachdenklich und machte Hunger auf mehr.

Zum Glück muss ich sagen das der Camping-Urlaub von Melanie und mit im Jahre 1993 sozusagen ins Wasser fiel, so waren wir wenigstens wieder zurück zu Hause und konnten uns Freak of Nature in Coesfeld in der Fabrik Live ansehen. Mit gerade mal einer Handvoll Leute wurden wir dann Zeuge der ersten, und beileibe nicht der letzten Tour von Freak of Nature. Ein wahrhaft Ohrenbetäubendes Erlebnis, den es war Hölle Laut. Leider konnte die Band meiner Meinung nach nicht mehr an die Glanzleistung des Debüts anknüpfen und verkackte bei mir mit dem Folge-Album.





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