Exodus - The Atrocity Exhibition –Exhibit A

8.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2007

Label
Nuclear Blast

Besetzung
Gesang: Rob Dukes
Gitarre: Gary Holt
Gitarre: Lee Altus
Bass: Jack Gibson
Schlagzeug: Tom Hunting

Tracklist
1. Call to Arms
2. Riot Act
3. Funeral Hymn
4. Children of a Worthless God
5. As it was, as it soon shall be
6. The Atrocity Exhibition
7. Iconoclasm
8. The Garden Bleeding
9. Bedlam 1-2-3

Datum: 30.10.2007 - Autor Jörg
Album Nummer Zwo mit Sänger Rob Dukes, oder ist in diesem Falle der Ausdruck Shouter mal angebracht? Ein ganz schön amtlicher Brüllwürfel der „Neue“ bei Exodus, auch optisch ein ganz schönes Vieh, dieser Kerl. Doch für ihn spricht seine Stimme, welche mir wirklich gut zum Brutalo-Sound der Exoduser schmeckt. Dieses mehr im Hardcore-Bereich angesiedelte Gebrülle und Geshoute macht die Musik von Exodus noch einen Ticken heftiger.

Vor allem nach dem ewigen Line-Up-HickHack war eine neue Exodus-Scheibe ja immer so ein Thema für sich. Doch „The Atrocity Exhibition“ ist ein wahrhaftiger Killer geworden und dürfte jeden Fan von Exodus zum Wahnsinn treiben. Thrash-Metal wie er härter, abwechslungsreicher und tödlicher kaum sein konnte.

Rund 71 Minuten zeigt der CD-Player nachdem er die CD verschlungen hatte. Okay ein bisschen weniger ist es schon, da hier ja ein witziger Hidden-Track lauert, der erst nach 10 Minuten Stillschweigen erst losgeht. Mehr verrate ich hierzu mal nicht.

Ich gebe zu, das ich einige Runden mit „The Atrocity Exhibition“ brauchte um das Album in seiner ganzen Fülle zu begreifen und zu erfassen. Eine Menge an Riffs, genialen Solis und vor allem einige längere Songs wollen erst mal verdaut werden. Doch hat man dieses erst mal verknuspert, so lässt man kaum noch von dem Album ab.

Ich würde sagen hier wird jeder Fan der verschiedenen Exodus-Line-Ups bzw. Phasen bedient. Für die Liebhaber der der frühen Scheiben so wie dem Demo hat es hier den Trasher „Bedlam 1-2-3“, für Leute welche offen sind für gibt es „Children of a worthless God“ –hier überrascht Rob Dukes sogar mit cleanen Gesang. Alle übrigen werden hier wunderbar mit Killer-Exodus-Hymnen wie „Riot act“, „The funeral Hymn“ oder dem Titelsong bedient und ist Banger-Mosh-Nirvana gebollert. Exodus sind und bleiben einfach mit einer der härtesten Bands unseres Planeten. Wer hat hier gerade die Black-Metal-Kasperle erwähnt? Das ist nicht weiter als Bassarmes Hintergrundrauschen im Gegensatz zu „The Atrocity Exhibition“.

Das Gitarrentandem Lee Altus (Heathen) und Gary Holt überzeugen hier mit technischen Finessen und wieselflinken Fingers. Die beiden riffen in einem Moment bis förmlich das Blut an den Gitarrenhälsen runter läuft, nur um dann im nächsten Moment wieder zu einem Soli anzusetzen, das sämtlichen Nachwuchsspieler den Frust aufs Gesicht malt. Denn diese Parts klingen so leicht aus dem Handgelenk geschüttelt und sind doch so verteufelt detailverliebt.

Irgendwelche Old-School-Underground-Grantler werden sicher wieder Zeter und Mordio brüllen und die alten Tage Golum-Artig herbeiheulen, doch Exodus sind einfach seit ihrer Reunion mehr als nur eine Band, welche von ihrer vergangenen Taten zerrt. Exodus sind einfach nur geil und vor allem ein tödliches Thrash-Metal-Massaker und das ist gut so.







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