Exciter - Thrash, Speed, Burn

7.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Massacre Records

Besetzung
Gesang: Kenny Winter
Gitarre: John Ricci
Bass: Clammy
Schlagzeug: Rick Charron

Tracklist
1. Massacre Mountain
2. Thrash, Speed, Burn
3. In Mortal Fear
4. Crucifixion
5. Demon’s Gate
6. Hangman
7. Evil Omen
8. Betrayal
9. The Punisher
10. Rot the Devil King


Datum: 15.02.2008 - Autor Jörg
VÖ:22.02.08

Verdammt lange hat es gedauert bis Exciter wieder mit einer wirklich neuen CD bei Fuß standen. „New Testament“ aus dem Jahre 2005, waren ja „nur“ Neueingespielte Klassiker der kanadische Speedmetalpioniere.

Leider gehört Sänger James Belanger nicht mehr zum Line-Up, der kahlköpfige Sänger hatte die Scheiben von Exciter mit seinem Halfordartigen Geschreie seit 1997 veredelt und ist nach langen Querelen ausgeschieden. Für ihn kam Kenny Winter und der zeigt auf „Thrash, Speed, Burn“ das er der Aufgabe als Schreihals bei Exciter doch gewachsen ist.

Exciter sind seit jeher schon roher, asozialer, voll in die Eier-Speed-Metal mit simplen Riffs und Songstrukturen. Immer voll nach vorne und auf die Glocke, das war schon seit dem Klassiker „Heavy Metal Maniac“ 1983 die Devise und das gilt auch noch 2008.

Progluschen und andere Weichspüler können jetzt schon mal Wasser für den Blasentee aussetzen und das Review überspringen. Exciter hauen euch die Hirse vom Fensterbrett mit ihrem neuen Album. „Massacre Mountain“ eröffnet die primitiven und brutalen 45 Minuten feinsten US-Stahls und zeigt das mit der Band immer noch zu rechnen ist. Endlich kann man sich den Knaller „In Mortal Fear“ auf die Ohren geben, den Song spielten Exciter schon bei ihrer Bang-Your-Head-Performance vor einigen Jahren.

Mit zunehmender Spielzeit macht Neuzugang Kenny Winter den geschassten Ex-Sänger fast schon vergessen, aber nicht ganz. Ich gebe es zu, ich war/bin ein großer Belanger-Fan und trauere ihm ein wenig nach. Doch Kenny Winter schreit sich in mein Ohr und auch spätestens bei „Demons Gate“ in mein Herz.

Von der ursprünglichen Besetzung ist bei den Kanadiern eh nur noch Simple-Doch-Killende-Riffs-Erzeugender Brettschruber John Ricci übrig, doch nach den singenden Drummer Dan Beehler (Ur-Bestzung) schreit schon ewig keiner mehr.

„Crucifixion“ ist ein schleppender monströser Killer der in der Traditionslinie mit Brechern gleicher Machart wie „Shadow of the Cross“ oder dem legendären „Iron Dogs“ steht.

„Thrash, Speed, Burn“ dürfte für den hungrigen Headbanger und US-Metal-Fetischisten genau der richtige Zündstoff sein. Zwar nicht ganz so mörderisch genial wie „The Dark Command“ oder „Blood of the Tyrants“, dennoch nah dran.

Wo Exciter drauf steht ist brutaler, killender Heavy Metal drin und so lange sich das nicht ändert bin ich zufrieden.









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