Excalion - High Time

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2010

Label
Limb Music

Besetzung
Gesang: Jarmo Pääkkönen
Keyboard: Jarmo Myllyvirta
Gitarre: Vesa Nupponen
Bass: Tero Vaaja
Schlagzeug: Henri Pirkkalainen

Tracklist
1. Enter A Life
2. From Somewhere To Anywhere
3. Sun Stones
4. The Flags In Line
5. Bring On The Storm
6. The Shroud
7. Firewood
8. Lifetime
9. Quicksilver
10. A Walk On A Broken Road
11. Foreversong

Datum: 02.02.2010 - Autor Frank
Bislang sind mir diese Finnen noch nicht untergekommen und das obwohl „High Time“ schon das dritte Album von ihnen ist.

Klar, die Zahl der Bands, die sich auf der Melodic Metal Bühne versuchen geht grade steil gegen unendlich und so geht einem der ein oder andere Act mal durch. Nun stellt sich immer die Frage: „Ist das tragisch oder hat man damit die eine Band verpasst, die so ziemlich überhaupt nicht aus dem Wust an Bands heraussticht.

Das Debüt der Band soll, wenn man den Kollegen glauben darf sehr progressiv gewesen sein. Also wirklich überraschend ist es nicht, dass sich eine Band in Finnland im Jahr 2004 an Stratovarius orientiert hat. Beim Zweitling hat man die Progressivität gegen eingängige Melodien getauscht. Diese Schiene verfolgt man mit „High Time“ dann weiter.

Was erwartet einen also bei „High Time“? Im Prinzip das Übliche… schöne Melodien, eingängige Refrains, ein bisschen Tralala gepaart mit schönen Gitarrenläufen, netten Keyboardpassagen. Die Chance Nachbars Katze zu ärgern in dem man im Refrain einfach mal mit einsteigt.

Jetzt hör ich schon wieder einige Stöhnen. „Boah, 08/15 Geschreibsel, dass trifft doch auf soooo viele Melodic Metal Scheiben zu!“ Richtig und deshalb suche ich nach Unterschieden! Lasst euch mal nicht verrückt machen, aber der Übersänger als der Jarmo Pääkkönen dargestellt wird, ist er nicht. Womit ich nicht sagen will, dass er schlecht ist, aber manchmal würde ich mir etwas mehr Wumms in der Stimme wünschen. Das klingt alles sehr schön und herzlich was er da von sich gibt, aber das macht es auch, wenn Klein-Heini seiner Oma ein Geburtstagsliedchen singt (vorausgesetzt Klein-Heini kann Töne treffen und halten). Ein gutes Beispiel dafür ist der Opener „Enter A Life“ , das Schlagzeug macht Dampf und der Song kommt zunächst richtig flott daher. Die Gitarren sind nicht zu weit unter das Keyboard geschoben, so dass der Begriff Melodic Metal trifft und die Betonung durchaus auf Metal liegen kann. Dann setzt jedoch dieser unwahrscheinlich cleane Gesang ein. Irgendwie ärgerlich!!

Ein zweites Beispiel, das vielleicht noch deutlicher ist, ist „From Somewhere To Anywhere“. Das Beispiel mach die „Schwäche“ des Fronters noch deutlicher, weil mich der Song recht schnell an Masterplan/ Jorn erinnert und wenn man hier den direkten Vergleich ziehen würde, merkt man, das Jorn in einer anderen, höheren Liga beheimatet ist.

Man kann also durchaus sagen, dass „High Time“ eine ordentliche an einigen Stellen sogar gute Scheibe ist, ohne dabei weltbewegende Neuheiten zu bringen, sondern eher verschiedene Ideen nochmal aufgreift. So erinnert der Anfang von „Sun Stones“ etwas an Vengeance‘ “Arabia“ ohne jedoch den Song einfach nur zu kopieren.

Auf den Punkt gebracht, die CD ist unterhaltsam, macht Spaß und bringt gute Laune. Wenn ich den Vergleich zum Fußball ziehen möchte, so würde „Excalion“ im oberen Mittelfeld spielen. Der Abstand zu den internationalen Rängen ist jedoch mit 12 Punkten Rückstand schon sehr groß.

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