Eminence - The God Of All Mistakes

6.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Locomotive Records

Besetzung
Gesang: Wallace Parreiras
Gitarre: Alan Wallace
Bass: Thiago Correa
Schlagzeug: Andre Marcio

Tracklist
1.The God Off All Mistakes
2.Resistance
3.Day 7
4.Devil´s Boulevard
5.Undermined
6.Injected Lies
7.Written In Dust
8.Snake Beat
9.Stainer
10 Enemy Inside

Datum: 23.03.2008 - Autor Claudio
Schon seit Jahren, immerhin wurde die Band schon 1995 in Belo Horizonte gegründet, rödeln sich die Brasilianer von Eminence durch die Szene und bisher waren die Reaktionen der Fans eher ernüchternd, aber immerhin gut genug um die Band am Leben zu erhalten. Ihr Debüt „Chaotic System“ hab ich als ganz nett, aber nichts Besonderes abgetan und hab nicht wirklich erwartet, dass ich noch viel von den Herren aus dem Land des Fußballs hören würde. Aber, wie schon zu oft, hab ich mich getäuscht und mit „The God Of All Mistakes“ liegt das neue Album von Eminence bei mir auf dem Tisch und rotiert fröhlich in meinem CD Player. Wichtigste Veränderung innerhalb der Band ist Drummer Andre Marcio, der Einigen durch seine Arbeit mit Overdose bekannt sein dürfte, denn endlich hat die Musik den Drive und die Wucht, die sie braucht um bestehen zu können. Denn wer will schon Musik, die zwischen Sepultura, Entombed und modernem Thrash liegt, hören, die von einem kraftlos pröttelnden Drummer unterstützt wird? Niemand, richtig.

Saft und kraftlos ist glücklicherweise nicht die Beschreibung, die auf die Jungs aus Brasilien passt, sondern kraftvoll und voller Energie ist die Musik. Hört euch einfach mal den Opener und Titeltrack „The God Of All Mistakes“ an, denn in ihm sind alle positiven Trademarks der Band in geballter Form enthalten. Kraftvolles Drumming, wütende und doch melodische Gitarren, ein Sänger der seine Wut herausschreit und doch nicht als Brüllwürfel gelten will. Einfach Musik die Spaß macht und gut für den Abbau von Aggressionen ist. Leider kann die Band den Standard, den sie sich selber gesetzt haben, halten. Songs wie „Resistance“ oder Snake Beat“ sind leider nur Mittelmass. Leider zieht dies auch den Unterhaltungswert ziemlich nach unten und zu oft zuckt der Finger in Richtung Skip-Taste und nur schwerlich baut „The God Of All Mistakes“ wieder Spannung auf. Dementsprechend können sich Songs wie „Injected Lies“ nicht richtig entfalten und die zwar gute, aber gesichtslose, Produktion von Tue Madsen macht es auch nicht einfacher komplett mit dem Album warm zu werden.

„The God Of All Lies“ ist ein Lebenszeichen und auch eine beileibe nicht schlechte Platte von Eminence, aber die oben beschriebenen Schwächen werden es der Band nicht leicht machen, sich im Gros der Neuerscheinungen entsprechend in Szene zu setzen. Live sollen die Herren eine echte Granate sein und deswegen kann man nur hoffen, dass sie die Chance haben werden, sich Live, mit einer vernünftigen Tour natürlich, in das Bewusstsein der Fans spielen zu können. Verdient haben es die Herren, denn bei allen Schwächen, hört man die Fähigkeiten der Band immer heraus und man ahnt, dass man von dem Quartett aus Brasilien noch einiges erwarten kann!







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