Dominici - O3-A Trilogy Part 3

9.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Inside out/SPV

Besetzung
Gesang: Charlie Dominici
Gitarre: Brian Mallard
Bass: Americo Rigoldi
Keyboard: Riccardo Erik Atzeni
Schlagzeug: Yan Maillard

Tracklist
1.King Of Terror
2.March Into Hell
3.So Help Me God
4.Liquid Lightning
5.Enemies Of God
6.Revelation
7.Hell On Earth
8.Genesis

Datum: 27.04.2008 - Autor Claudio
So und mit den ersten Sätzen trete ich gleich Mal eine Diskussion los. Eine Diskussion, die auf Standpunkten beruht, auf Aussagen, die einfach nur die persönliche Meinung wiedergeben und nicht Allgemeingültigkeit besitzen, aber ich bin der Meinung das Charlie Dominici der bessere Sänger für Dream Theater waren und „When Dream And Day Unite“ auch das beste DT Album ever ist. Warum ? Ganz einfach, noch keine Egotrips der Musiker, keine Songs die bis zur Unkenntlich und Unerträglichkeit aufgeblasen sind und auch noch die Härte, die die eigentliche Faszination der Musik ausmacht. Dies alles hat DT zu einer meiner Lieblingsbands mit nur einer Platte gemacht und nach und nach haben sich die Herren aus meinem Fokus zurückgezogen. Als ich dann vor Jahren hörte, dass Charlie Dominici endlich wieder Musik machen will, habe ich mich wie ein kleines King gefreut und nach dem Aufstieg der Gefühle folgte der freie Fall, denn das Erste, der drei Alben umfassenden Trilogie, wahr ein akustischer Mumpitz vom allerfeinsten, so habe ich mir auch nicht mehr die Mühe gemacht, mich mit dem zweiten Teil oder den Lyrics, dem Konzept, zu beschäftigen.

Nun flatterte mir „O3“ ins Haus und eigentlich wollte ich mich nicht damit beschäftigen, aber die Neugier siegte und ich kann mich bei meiner Neugier auch nur bedanken, dass ich mich auf sie verlassen habe. „O3“ ist nicht akustisch, nein alles steht unter Strom und bei dem ersten Genuss, auch der Hörer. Denn so sollte Progressiv Metal klingen, keine Soloeskapaden einzelner Musiker, auch wenn hier und da ein wenig zu lange Instrumentalpassagen eingestreut werden, nicht an jeder Ecke mit noch mehr Effekten zugekleistert oder mit Keyboardteppichen verleimte Frickelorgien. Nein, METAL steht im Vordergrund, Songs die die Gitarre als Hauptinstrument tragen, die immer wieder Überraschungen beinhalten und die Frage aufwerfen, wie hat die Band das denn schon wieder gespielt. Dazu ein Gesang der unverkennbar für diese Art von Musik gemacht wurde, kein ultrahohes Geknödel, kein technisch perfekter Chansoneur, sondern einfach eine Stimme die weiß, wie sie diese Songs intonieren muss, damit die Emotionen auf den Hörer übertragen werden kann. Eine Stimme die beweist, warum John Arch (ehemals Fates Warning, für die Unwissenden) und er zu den Gottvätern dieser Musik gehören, Charlie Dominice wie ich ihn jahrelang vermisst habe. Alleine der Opener „King Of Terror“ walzt mit einer Vehemenz aus den Lautsprechern, dass man einfach nur ein wenig geschockt aus der Wäsche gucken kann. Zum Luft holen kommt man eigentlich erst bei Ballade „So Help Me God“, aber ihre emotionale Intensität lässt einen nicht erholen, sondern fesselt noch mehr um dann von „Liquid Lightning“ direkt wieder verstört zu werden.

„O3“ ist der Abschluss einer Trilogie, die Charlie und seinen Mitstreitern bestimmt einiges abverlangt hat, diese Arbeit in einer Zeit abzuliefern, in der Neo Prog Urstände feiert und im „Rock/Metal“ Bereich alles abgefeiert wird, was die Gitarre ohne fremde Hilfe aus dem Case holen kann, ist bewundernswert. Ich verzichte, auch Aufgrund meiner Unkenntnis des zweiten Teiles, auf eine Erklärung des Konzeptes, denn es wird sich dem erschließen, der sich um dies auch kümmert und nicht nur verwundert guckt, dass es Bands gibt, die in einem Song Riffs verwenden, die in dieser Menge die Diskografien vieler Gruppen abdeckt und das das Keyboard nicht nur zuckersüß fiepen kann.







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