Demonica - Demonstrous

8.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2010

Label
Massacre Records

Besetzung
Gesang: Klaus Hyr
Gitarre: Hank Shermann
Gitarre: Graig Locicero
Bass: Marc Grabowski
Schlagzeug: Mark Hernandez

Tracklist
1. Demon Class 4:00
2. Ghost Hunt 6:05
3. My Tongue 3:49
4. Luscious Damned 5:00
5. Below Zero 4:51
6. Alien Six 3:25
7. Palace Of Glass 4:37
8. Fast And Furious 3:36
9. Summoned 4:49
10. Astronomica 8:22

Datum: 24.02.2010 - Autor Jörg
VÖ:26.02.10

Artwork, Bandname und auch das Cover lassen bei Demonica bei weitem nicht erraten, was dem Hörer wirklich auf dieser CD erwartet. Denn das was nach rumpeligen Old-School-80ger-Gedöhns aussieht, entpuppt sich als Überflieger und Leckerchen für Thrash und auch Power-Metal-Fans. Ein Blick ins Line-Up und schon werden die Knie weich. Denn die Gitarrenfraktion von Demonica ist vom allerleckersten und die beiden Herren stehen für Qualität, Originalität und Können. Es greift hier Graig Locicero (Ex-Forbidden) und Hank Shermann (Mercyful Fate, Force Of Evil) in die 6 Silbernen. Da legt man als Freund, Kenner und Liebhaber von Hochwertigen Metals sofort die Ohren an.

Drummer Mark Hernandez ist euch möglicherweise auch nicht ganz unbekannt, spielte der US-Bürger doch schon bei Vio-Lence, Vicious Rumors, Torque, und war bei der jüngsten Forbidden-Reunion mit dabei. Den Bassisten Marc kennt der ein oder andere dann vielleicht als Frontman von Coruption (ein Album 2004).

Komplettiert wird das Line-Up von Sänger Klaus Hyr, ein Däne der bisher in unbekannten Bands tätig war (u.a. Spider Corpse, Trauma Cemter) und sich als echter Glücksgriff für Demonica herausstellt. Eine Stimme, der von Russ Anderson (Forbidden) nicht unähnlich, nur ohne das hohe Schreien. Passt auf die Songs hier wie der oft zitierte Arsch auf den Eimer. Bei den beiden Gitarristen dürfte sicher klar sein, das es sich musikalisch anhört wie eine Mischung aus Forbidden-Artigen Thrash und fetten Metal wie ihn Mercyful Fate zelebriert haben. Etwas erinnert mich die Musik auch an alte Iced Earth, nur minus den epischen Faktor. Immer wieder glänzen die Solos auf und wer die Mucke von Mercyful Fate kennt, weiß wie diese nun klingen. Ein gewisses Annihilator-Feeling stellt sich beim hören der 10 Songs auch immer wieder ein. Das sich hier kein Ausfall auf dem Album befindet, erwähne ich der Vollständigkeit halber.

Durch den Gesang ist aber eine Eigenständigkeit bei Demonica da, welche zwar Querverweise und Vergleiche zulässt, dieses aber nicht ständig im Kopf beim hören herumspucken. „My Tongue“ ist ein vielfältiges und gut durchdachtes Stück Heavy Metal wo ich gerne den Begriff vom intelligentem oder intelligent arrangierten Metal ins Spiel bringen möchte.

Demonica klingen in einer Art so, wie viele Bands in den 90ger klangen. Wo der Metal ja doch soooooooo Tot war, da aber mit die tollsten und abwechslungsreichsten Platten auf dem Markt kamen. Im Gegensatz zur heutigen Zeit, wo vieles einfach nur kopiert und jedes Klischees durchgekaut wird.

Neben solchen Songs wie, das eben erwähnte „My Tongue“, stehen dann auch flotte und powervolle Headbang/AbgehStücke wie „Lucious Dammend“ oder „Demon Class“, die richtig Laune machen uns volles Rohr nach vorne abgehen. Auch hier wieder, ist Stumpf nie Trumpf und es wird immer wieder lohnenswertes und aufhorchendes eingestreut. Auch im melodischen bzw. leicht episch angehauchten Metal fühlen sich Demonica wohl. „Below Zero“ hätte auch auf einer King Diamond-Scheibe stehen können und das lange „Astronomica“ am Ende des Albums lässt sich nicht beim ersten Hören knacken. Bei al der Intelligenz und Abwechslung in der Musik spielen Demonica selten verkopft oder gar verfrickelt, es knallt zudem auch in den eher getragenen Parts ordentlich.

„Demonstrous“ ist ein verflucht geiles, powervolles und fesselndes Album geworden, das ich so in dieser Form nicht hinter der Verpackung erwartet hätte. Eine Überraschung sondergleichen und es begeistert auch noch nach dem 25ten Durchlauf. Also abnutzen ist nicht. Heavy Metal mit Roots im Hinterkopf, Power im Arsch und Feeling im Bauch! Wieso schaffen das andere nicht? Egal, die sind eh über wie `ne Karre Mist, ich hab ja „Demonstrous“.



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