Death SS - The Seventh Seal

5.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2006

Label
Regain Records

Besetzung
Gesang: Steve Sylvester
Gitarre: Emil Bandera
Keyboard: Freddy Delirio
Bass: Glenn Strange
Schlagzeug: Dave Simeone

Tracklist
1.Give èm Hell
2.Venus Gilph
3.Der Golem
4.Shock Treatment
5.Absinthe
6.Another Life
7.Psychosect
8.Heck of a Day
9.S.I.A.G.F.O.M.
10.The Healer
11.Time to Kill
12.The Seventh Seal
13.The Four Horsemen

Datum: 25.05.2006 - Autor Jörg
Lange ist es her, dass sich die einstigen Kult-Horror-Metaler Death SS mit einem neuen Album wenig Freunde unter ihren Die-Hard-Fans gemacht haben. „Panic“ hatte im Jahr 2000 nicht gerade für Luftsprünge unter den Fans gesorgt. Dann wurde es sehr Stil um Steve Slyvester und seine Bande, außer einer „Best-Of“-CD war nichts mehr zu hören.

Nun hat sich die Truppe wieder aufgerafft und eine neue CD kommt in die Läden. „Seventh Seal“ ist ihr siebtes Studioalbum und führt den Weg, welchen man mit „Panic“ einschlug gnadenlos weiter.Leider, denn diesesmodern Gothic-Zeugs ist nicht mehr das was die Band einst ausmachte. Keine Vergleiche mehr zu einstigen Großtaten wie „in the Death of Steve Sylvester“, „Black Mass“ oder gar „Heavy Demons“. Das Album „Do what thou wilt“ war schon ein Schritt in diese Richtung doch klang das alles noch nach Hardrock und Heavy Metal.Hier riegieren Samples und ausgeleierte Stampfriffs, über allem thront eine schwachbrüstige Düster-Atmosphäre. Die Band wechselte ihr Image von den klassischen Horror-Figuren, hin zu düsteren Sience-Fiction Gestalten schon vor längere Zeit, doch leider schauen sie auch nicht mehr so genial und kultig wie früher aus. Auch ein Versuch alte Tugenden wie einst mit dem neuen Stil zu mischen, geht bei „Der Golem“ fast ins Beinkleid. Hier werden auch wieder Mal Samples aus dem urlaten Film verbraten.

Das Album lässt sich anhören, ohne Frage. Aber das Gefühl, das irgendwie nicht mehr dieselbe Band am Werk zu sein scheint, die man einst so mochte, werde ich das gesamte Album über nicht los. Wäre da nicht die ungewöhnliche Stimme von Band –Leader Steve Sylvester, wäre nichts mehr da was mich an Death SS erinnern würde.

Produziert wurde „The Seventh Seal“ übrigens vom Frontiers Haus und Hof Produzenten Fabrizio V. Zee Grossi, der ja eher für AOR-Produktionen bekannt ist und das Ergebnis klingt eben dementsprechend. Einzig „Shock Treatment“, „Absinthe“ und „S.I.A.G.F.O.M.“ können ganz überzeugen. Auch der Long-Track "The 7th Seal" reisst nicht mehr so mit wie einst und versprüht eher biederer-langweiliges Flair. Als Bonus kommt noch eine Coverversion von "The Four Horsemen" daher, welche aber Axxis schon mal vor jahren mit deutlich mehr Pepp und Kick gecovert haben. Die Version von Death SS schlurft wie Nosferatu in Pantoffeln aus den Boxen.

Schade Death SS, das war wohl nichts. Konnte der Vorgänger „Panic“ immerhin noch mit solchen Hymen wie „High-Tech-Jesus“ oder „Let the Sabbath beginn“ punkten, so sind auf „Seventh Seal“ kaum noch Ohrwürmer von diesem Kaliber vorhanden. Schade drum, ich mochte die Band sehr gern.







last.fm Player


TOP-NEWS
Interview: Backyard Babies


RANDOM REVIEWS