D´Molls - Same
8.5 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
1988
Label
Atlantic Records
Besetzung
Gesang/Gitarre:Desi Rexx
Gitarre: SS Priest
Bass: Lizzy Valentine
Schlagzeug: Billy Dior
Gitarre: SS Priest
Bass: Lizzy Valentine
Schlagzeug: Billy Dior
Tracklist
1. All I Want
2. Seven Seven Seven
3. Rally Baby
4. Dressed to Thrill
5. Supersonic
6. D'Stroll
7. All Night Long
8. French Quarter
9. Hi N' Lo
10. Crimes of Fashion
11. A-C-T-I-O-N
2. Seven Seven Seven
3. Rally Baby
4. Dressed to Thrill
5. Supersonic
6. D'Stroll
7. All Night Long
8. French Quarter
9. Hi N' Lo
10. Crimes of Fashion
11. A-C-T-I-O-N
Datum: 03.06.2006 - Autor Jörg
Ich habe die Band seltsamerweise damals völlig ignoriert und frage mich heute immer wieder warum? Lassen wir das und wenden uns dem Debüt-Album von Desi Rexx, Lizzy Valentine und Konsorten zu, die Namen der Musiker sprechen schon mal für sich und die Optik trifft genau den Geschmack der damaligen Zeit. D´Molls haben sich mit dem Song „777“ einen kleinen Independent-Hit unter den Liebhabern des Glamrocks erspielen können, wir erinnern uns gerne da den dazugehörigen Videoclip. Das Album bietet dem Glamer und Sleazer eine Fülle von coolen Tracks und lecker leichten Songs, die man immer wieder gerne auflegt.
Ob das zweite Album „Wraped“ nun wirklich einen Ticken besser ist, wie ich es persönlich empfinde, brauchen wir nicht weiter tot diskutieren. Die beiden Scheiben trennen nun wirklich keine Welten und haben muss man sie eh beide.
Sicher nicht uninteressante Info ist, das Sänger Desi Rexx 1995 noch mal bei der Band Junebug in Erscheinung tratt. Dieses Glamrock-Album wurde von Enuff´Z Nuff´s Chip Z'Nuff produziert und Desi spielte da Gitarre. Wer mehr über diese Scheibe weiss, lasst mir die Infos zukommen.
D´Molls sind genau eine dieser Bands, welche die Trash-Metal und Traditions-Bewussten Metaler damals zur Weißglut trieben, immer ein gutes Zeichen wenn der Trasher sich mit verdrehten Augen auf dem Boden windet wenn er nur das Cover des Albums sieht, oder?
Nichts gegen Trash, aber damals wurde die Rivalität ja förmlich auf die Spitze getrieben. Es ist ja bekannt das viele Glamrocker auch auf härteren Stoff stehen. Doch welcher Trasher von damals hätte zugegeben, das er heimlich vor dem Spiegel zu Songs wie „Rally Baby“ pder „D´Stroll“ abgepost hatte? Eben, die heißeren Puppen konnte man damals eh in der Sleaze-Szene finden, nicht wahr.
Was bei den D´Molls irgendwie cool war, ist die Art wie Gitarrist SS Priest die Saiten anschlägt, sicher eine Recht einfache Technik, doch das abgehackte Riffing macht Laune und animiert zum Posen und Luftgitarre in die Luft recken. Priest verzichtete beim zweiten Album dann auf sein SS und nannte sich S Scot Priest, was sicher nicht mehr so viele unangenehme Fragen aufwarf.
„Dressed to Thrill“ oder „All night Long“ dürfte die Gemeinde zufrieden stellen und sich aufgerüscht mit Whiskey-Glas in der Hand und Marlboro im Mundwinkel abtanzend den Sunset Boulevard runter bewegen, auch wenn es nur die Castroper-Strasse in Herne ist.
Party-Feeling und Rock´n Roll im Blut, das macht die D´Molls aus, diese CD oder auch das Vinyl (welches einfacher aufzutreiben ist) sollen sich Poison-Maniacs und Faster Pussycat Devotes auf den Einkaufszettel kritzeln. Es sei denn diese Scheibe steht schon im Regal oder Plattenschrank, dann wisst ihr ja wovon ich hier spreche.





