Conception - Flow

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1997

Label
Noise

Besetzung
Gesang: Khan
Gitarre: Tore Ostby
Bass: Ingar Amlien
Schlagzeug: Arve Heimdal
Keyboard: Trond Nagell-Dahl

Tracklist
1. Gethsemane
2. Angel (Come walk with me)
3. A Virtual Lovestory
4. Flow
5. Cry
6. Reach Out
7. Tell me when I’m Gone
8. Hold On
9. Cardinal Sin
10. Would it be the Same

Datum: 20.07.2008 - Autor Jörg
Die Norweger von Conception haben, in ihrer 4 Alben langen Karriere, das typische Kritikerliebling-Syndrom mit sich herumgeschleppt. Waren ihnen die Presse von Anfang an gut gesonnen und so konnte die Band mit jedem ihrer Alben überschwängliche Kritiken einheimsen. Zwischendurch, beim 2ten Album „Parallel Minds“, sah es mal so aus, als ob Conception ein wenig ernten könnten. Aber war wohl nix. Der Nachfolger geriet ein wenig zu sperrig und der gewonnene Boden ging wieder flöten.

Zwei Jahre zogen ins Land bis Conception mit „Flow“ wieder auf der Matte standen. Man hatte sich von den bisher gewohnten Coverkonzepten und dem alten Logo getrennt und die Scheibe sah von außen moderner und erwachsener aus. Ich erinnere mich noch gut an die Reviews seinerzeit, welche Conception jetzt noch mehr mit Saga verglichen. Da ich die Prog-Pop-Oldies eher weniger mag, wollte ich mir die letzte Conception erst gar nicht zulegen.

Doch schon die ersten Klänge von „Gethsemane“ zerstreuten meine Zweifel, die Band ist sicher gewachsen und nicht stehen geblieben, doch die gewohnten Trademarks sind weiterhin vorhanden und die Melodien sind wieder erste Sahne. Darauf kommt es mir in jedem Genre des Metal und Rocks an, Melodien oder kernige und nachvollziehbare Riffs bzw. Hooklines müssen vorhanden sein, sonst klappt es nicht. Conception wurden schon immer dem Progrock/Metal-Genre zugeordnet, haben aber mit überfrachteten Breaks und Tempiwechseln und arg mathematischen Songwriting nicht viel zu tun. Für mich kamen Conception immer wie eine hardrockigere Variante von Queensryche an meine Ohren.

Einige Modernisierungen haben auf „Flow“ Einzug gehalten, was man gut an Songs wie „Angel (Come walk with me)“ oder „A Virtual Lovestory“ nachhören kann. Fans des gewohnten Stiles der Band werden mit „Reach Out“, „Tell me when i’m gone“, „Flow“ und „Hold on“ besten bedient und können sich auch diese CD ohne Bedenken in die Collection stellen.

Für mich war Sänger Roy Kahns Stimme immer das Besondere Etwas bei der Musik von Conception. Komischerweise gibt mir seine aktuelle Band Kamelot rein gar nichts, aber musikalisch haben diese beiden Bands auch nicht wirklich mehr viel zu tun.

Leider habe ich nie die Möglichkeit gehabt diese tolle Band mal Live zu erleben, aber man kann ja nicht alles haben. Schade das sich die Vier nach diesem Album entschieden haben, getrennte Wege zu gehen.

Für mich ist es echt schwer aus den Vier Alben, die Conception veröffentlichten, einen Favoriten zu küren, doch „Flow“ gehört mit seiner angenehmen, relaxten Atmosphäre sicher zu den Top-Alben des Jahres 1997. Solch einen Übersong wie „Roll the Fire“ –zu finden auf „Parallel Minds“ schreibt man als Band auch nicht mal so einfach nebenbei. Die Zeit hat mir allerdings gezeigt, das „Flow“ in seiner Gesamtheit überzeugt und das ist doch ein echtes Kompliment für ein Album.







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