Circus of Power - Vices

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1990

Label
BMG

Besetzung
Alex Mitchell – Vocals
Ricky Beck Mahler – Guitar
Gary Sunshine – Guitar
Zowie – Bass
Ryan Mahler - Drums

Tracklist
1.Gates Of Love
2.Desire / Fire In The Night
3.Two River Highway
4.Vices
5.Don´t Drag Me Down
6.Last Call Rosie
7.Doctor Potion
8.Los Angeles
9.Got Hard
10.Temptation
11.Junkie Girl
12.Simple Man / Simple Woman


Datum: 09.09.2006 - Autor Psychobimbo
Das zweite Album der Texaner erinnert stark an das „Electric“ Album von The Cult. Jedoch wirkt es eher wie der schmutzige, versoffene und schmierbächige Cousin und die elegante, gestylte Art von Astburys Hardrockalbum fehlt völlig. Auch wen die Ähnlichkeiten eher zufällig bedingt sein werden, so sind die Parallelen wie Alex Mitchells Gesang oder die Gitarrensounds eindeutig „cult-„ig.

Wie man es bei der Südstaatenherkunft annehmen möchte sind vereinzelte Southernrock- und Blueselemente immer wieder eingeflochten, aber richtig lässig wird die Chose erst wenn die geradlinige Riffwalze ausgepackt wird. Mit sleazigen Stampfern wie „Last Call Rosie“, Doctor Potion“ und „Temptation“ hätte man locker im Vorprogramm von AC/DC bestehen können. Dagegen steht die Ballade „Don´t Drag Me Down“. Man spürt förmlich dass dies nicht die geeignete Baustelle für die tattoowierten Hallunken ist. Der reinrassige Blueser „Los Angeles“ hingegen ist wieder schwer in Ordnung und „Got Hard“ klingt wie ein Bastard aus den Rolling Stones, Little Caesar und Lynyrd Skynyrd.

Für erwähnenswert halte ich auch das grottenschlechte Cover, welches man ob seiner Billigkeit gerne entsorgen würde um die Scheibe im leeren Jewel Case zu lagern.

Die Produktion ist erwartungsgemäß spartanisch und zweckmäßig aber immer noch gut genug um den Motorradrocker an der Imbissbude nicht zur Eisenwurz greifen zu lassen.

Aus dem Albenfundus der Band ist diese Cd noch die schwächste aber von schlecht kann keine Rede sein. Solange man die Seele und das Feuer wahrnimmt kann man in diesem Genre locker mal ein Auge zudrücken und über die eine oder andere Holprigkeit im Songwriting hinwegsehen. Studioaufnahmen sind für diese Gruppe immer Mittel zum Zweck der Livedarbietung gewesen und da haben Circus Of Power nichts anbrennen lassen.





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