Circus of Power - Magic&Madness
8.5 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
1993
Label
Columbia
Besetzung
Alex Mitchell - Vocals
Ricky Beck Mahler - Guitar
Gary Sunshine - Guitar
Marc Frappier - Bass
Victor Indrizzo - Drums
Ricky Beck Mahler - Guitar
Gary Sunshine - Guitar
Marc Frappier - Bass
Victor Indrizzo - Drums
Tracklist
1.Swamp Devil
2.Evil Woman
3.Heaven & Hell
4.Circles
5.Poison Girl
6.Shine
7.Dreames Tonight
8.Mama Tequila
9.Black Roses
10.Waitin´ For The Wizard
11.Outta Ma Head
12.Slip Away
2.Evil Woman
3.Heaven & Hell
4.Circles
5.Poison Girl
6.Shine
7.Dreames Tonight
8.Mama Tequila
9.Black Roses
10.Waitin´ For The Wizard
11.Outta Ma Head
12.Slip Away
Datum: 22.05.2006 - Autor Psychobimbo
Der Vergleich ist wirklich nicht zuweit her geholt, denn über die Albumlänge hinweg hat man ständig wachsend das Gefühl, hier einem Bastard aus Ian Asburys "Electric" oder "Sonic Temple" und dem dark-riffigen "Dirt" von Alice In Chains zu lauschen.
Wenn die Band richtig von der Kette gelassen wird dann ist Schluss mit lustig. Tighte Gitarrenpower und lässiger Groove erzeugen eine unterschwellig bis aufdringlich hässliche und aggressive Stimmung, die einem Angst und Bang um die Schneidezähne werden lässt. Das klamme Gefühl der aufsteigenden Panik, die einem ergreift nachdem man einem Hells Angel auf die Kutte gerotzt hat, trifft das euphorische Ergeben kurz vor dem Aufprall am nächsten Baum. Der abgestandene Geschmack von billigem Schnaps, Schweiß mit widerlichem Parfüm gepaart in der Nase und das ständige Surren der Tattoowiernadel schwingen in den rauen Klängen von "Magic & Madness" mit und wer bei "Swamp Devil" keine Lust auf ein nach Pisse schmeckendes, schales Bier bekommt dem ist nicht mehr zu helfen. Wieviele Hüftgelenke und Nackenwirbel die Nummer "Heaven & Hell" schon auf dem Gewissen haben könnte möchte ich gar nicht wissen. Ein Feger vor dem Herrn und dem Schöpfer sei es gedankt das "Mama Tequila" niemals der angesagte MTV Hit geworden ist. Das Potential hätte er gehabt und wir müssten mit absoluter Sicherheit mehr Drogentote und Alkoholleichen verzeichnen als durch alle Stone Temple Pirates Klone zusammen. Die eine oder andere Ballade hat sich natürlich auch eingeschlichen. Die wirken jedoch nicht plüschig oder sülzig sondern bringen eine grundsätzliche Attitüde zum mitschwingen das man sich als harter Hase auch hier nicht zu schämen hat. Möglicherweise ist der Flop der Scheibe und das Zerbrechen der Band daraufhin zurückzuführen das die Optik und die Ausstrahlung der Band arg dem angesagten Ideal der frühen 90ern entsprach und so der Musik in keinster Weise gerecht wurde. Heute darüber zu urteilen und zu werten ist müßig, unnötig und ändert nichts an der Tatsache dass man hier ein unrasiertes Rockalbum erstehen kann was genügend PS unter der Haube hat um einen durch halb Nevada zu schleifen.
Wer die Faustwatsche mitten ins Gesicht braucht und trotzdem auf psychadelisch-abstrakte Songstrukturen nicht verzichten möchte, der kann sich diesen aus siedendem Blei gegossenen und nach Muschi müffelnden Harleymotor beruhigt ins Regal stellen.
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