Chris Laney - Pure

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2009

Label
metal heaven

Besetzung
Gesang, Gitarre: Chris Laney
Schlagzeug: J. Koleberg
Bass:Nalle Grizzly Pahlsson
Gästeliste:
Martin Sweet, Nick Draglor, Vic Zino, Rob Love & John Saphyre, Anders Ringman, Lennart Östlund, Mats Leven, Zinny Zan


Tracklist
1. Situation
2. I Dunno
3. Make You Cry
4. The Stranger In You
5. Fire & Ice
6. I Hate Yer Guts
7. Get U Down
8. Pissed At What Ya Missed
9. Make My Day
10. Last Man Standing
11. Skin On Skin
12. Pride B 4 The Fall

Datum: 25.03.2009 - Autor Psychobimbo
Wir kennen Chris Laney oder haben mindestens ein Album im Schrank stehen auf dem er maßgeblich mitgewirkt hat. In erster Linie ist Chris als hauptberuflicher Produzent und Songwriter bekannt, welcher schon so manchem Akt erst so richtig auf die Sprünge geholfen hat. Schaut einfach mal im Regal unter Crashdiet, Candlemass, Bruce Kulick oder Easy Action nach. Weiterhin tobt er sich auch noch als Gitarrist bei Randy Piper´s Animal und Zan Clan aus.

Aber ist es nicht verständlich das jemand mit derartig gestricktem Potenzial auch gern mal seine ganz und gar eigene Scheibe im Regal stehen haben möchte? Das will man annehmen, darum hat Chris jetzt mit „Pure“ sein erstes Soloalbum am Start und darauf tummelt sich eine ganze Meute von Gästen.

Welche musikalische Richtung Chris Laney verfolgt, das kann man sich denken: Durchgestylter, konstruierter und ganz und gar makelloser Melodicrock/Melodicmetal der im Grunde keinen Grund zur Beanstandung lässt. Bis auf den Fakt, das hier der naive (und oftmals sehr wichtige) Charme einer Bandproduktion fehlt. Ein reines Kopfprodukt sozusagen, dem das Rock And Roll Bauchgefühl abgeht. Wer jedoch gerne mal Danger Danger hört oder sich zu den Freunden von skandinavischen Rockgruppen der Marke TNT und Co zählt, der bekommt hier anständiges Futter, welches trotz polierter Glattheit Spaß macht.

Seine besten Momente hat „Pure“ wenn es, anders als im poppigen und zu dick aufgetragenen „The Stranger In You“, das mir obgleich seiner Bonfire-Lulligkeit sogar ein wenig auf die Nerven geht, etwas satter im Gitarrenbereich wird. Als Beispiel wäre das ausgesprochen starke „Pissed At What Ya Missed“ angeführt.

Ansonsten lässt sich die Schnittmenge am ehesten als diskokompatibler 80er Hardrock bezeichnen und bei „Fire & Ice“ lässt sich die Dauerwelle samt Strähnchen halt doch am besten zur Schau tragen.

Genau diese Fraktion wird mit Semi-Headbangern wie „I Hate Your Guts“ schon wieder ein bisschen Probleme haben, denn bei diesen an Zan Clan und Crashdiet erinnernden Schwitzschwamm sitzt der Kajal doch mal locker etwas schief. Aber so soll es ja wohl auch sein.

Wer wissen möchte ob diese Scheibe nun etwas für ihn sein könnte, der wirft einen Blick auf die Gästeliste und wenn er sich dann angesprochen fühlt, dann darf beruhigt zugegriffen und gelauscht werden.

Wer diesbezüglich eher unbedarft ist, der guckt doch mal eben im Regal nach, ob zwischen Def Leppard, Pink Cream 69, Jaded Heart und den Stage Dolls noch ein Schubfach frei ist.







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