Chris Caffery - Pins and Needles

9.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2007

Label
metal heaven

Besetzung
Chris Caffery – all vocals, all guitars, bass guitars
Yael – drums
Nick Douglas – bass guitars
Dave Eggar – cello and string arrangements
Paul Morris – Piano and keyboards
Lucia Micarelli – Violin on “Mettle Eastern”
Rachel – Violin on “Once Upon A Time”
Ferdy Doernberg – Keyboard solo on “Mettle Eastern”
Additional Keyboards – Paul LaPlaca, Nik Chinboukas, Chris Caffery
Alex Skolnick – Ending guitar solo on “It’s SAD”
Marcus DeLoach – Opera vocals on “The Time”
Additional drum magic - Nik Chinboukas
Chris Caffery – Sax solo on “Worms”, marching drum on “Walls”, additional percussion
Phil Caffery – Drums on “Once Upon A Time”

Tracklist
01. Pins and Needles
02. 66
03. Reach Out And Torment Again
04. Walls
05. Y.G.B.F.K.M.
06. It's S-A-D
07. Chained
08. WORMS
09. The Sign Of The Crossed
10. The Time
11. Mettle Eastern
12. In The Midst
13. Quaaludio
14. The Temple
15. Once Upon A Time* (bonus track)

Datum: 05.03.2007 - Autor Jörg
Es kommt selten genug vor, das ich einer Veröffentlichung eines Gitarristen-Solo-Albums entgegenfiebere. Beim Ex-Savatage-Gitarristen Chris Caffery ist es so, denn der blonde Riffmeister verzückte ja schon vor 2 Jahren mit dem Knaller „Faces“.

So ist auch „Pins&Needles“ wieder ein Prachtstück geworden, das kann ich schon einmal vorweg schicken. Heavy Metal wie er heute nicht besser sein kann, hart, modern –aber nicht Trend-Wendehalsig, mit Hooklines gespickt und Abwechslungsreich.

So wie der Vorgänger ist auch die neue CD voll mit musikalischen Überraschungen. Wer hätte damit gerechnet das Chris Caffery bei „Worms“ ein Saxophon-Solo selber spielt? Ich nicht. Sicher braucht diese CD ein wenig um sich komplett zu öffnen. Doch noch nach dem X-Ten Durchgang wird das Album nicht öde und man findet wieder etwas was einem vorher nicht aufgefallen ist. Bangerherz was willst du mehr. Die CD ist aber in keinster Weise verfrickelt, sondern nur voll mit Ideen, Riffs und Melodien welche nur so aus dem Gehirn von Caffery gesprudelt sein müssen.

Ich finde eh, dass die Caffery-Solo-Veröffentlichungen die Wertigsten aus dem Savatage- Nachlass sind. Alle andere Bands und Projekte müssen sich hinter den kleinen blonden Gitarristen anstellen. Was der Mann auf seiner Gitarre anstellt geht echt nicht, einfach grandios.

Eine Menge Musiker hat Chris auf „Pins&Needles“ aufgefahren, das tut der Kompaktheit der Songs keinen Abbruch. Es liest sich nur als wenn man einen Gangbang-Weltrekord im Studio aufstellen wollte. Namen wie Alex Skolnick, Ferdy Dorneberg oder Paul Morris sind dem gut informierten Fans sicher ein Begriff.

Die Produktion des Albums ist modern und fantastisch ausgefallen, es drückt mit mächtiger Power. Alle Facetten sind heraus zu hören, das ist hier ja nicht ganz unwichtig.

Wenn ich mir den Banger-Track „Sixty Six“ anhöre, möchte man meine hier habe ein King Diamond seine Finger mit im Spiel, doch der Dänenking ist nicht dabei. Ein Beweiß das sich Chris Caffery auch als Sänger nicht verstecken braucht. Im Gegensatz zu John Oliva klingt Chris noch völlig unverbraucht und bläst den Mountain King die Mayo von der Pommes.

„Pins&Needles“ ist ein knallhartes und vielfältiges Stück Heavy Metal geworden, das an Power immer wieder an die seligen Doctor Butcher-Zeiten erinnert, ohne hier alten Suppe neu aufzuwärmen.

Ich für meinen Teil brauche keine Savatage-Scheiben mehr, die Band liegt eh auf Eis und sollte auch ruhen. Chris Caffery ist auf dem besten Wege das Erbe dieser einstigen Götterband anzutreten, er war ja auch jahrelang ein Teil davon. „Pins&Needles“ ist der Beweiß wie viel Kreativität unter dem blonden Pony steckt.



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