Ceremony - Same
7.5 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2008
Label
Mausoleum Records
Besetzung
Gesang: Cameron Brown
Gitarre: Tim Eilola
Gitarre: Paul Galagher
Bass: Ian "Squirty" Graham
Schlagzeug: Brad Graham
Gitarre: Tim Eilola
Gitarre: Paul Galagher
Bass: Ian "Squirty" Graham
Schlagzeug: Brad Graham
Tracklist
01. Cheese
02. Filthy Grunge
03. Seventh Wonder
04. Active Mind
05. Left Here All Alone
06. Another Lost Soul
07. Down Day
08. Without You
09. My Life
10. Free
11. See Through
12. Venom In Denim
02. Filthy Grunge
03. Seventh Wonder
04. Active Mind
05. Left Here All Alone
06. Another Lost Soul
07. Down Day
08. Without You
09. My Life
10. Free
11. See Through
12. Venom In Denim
Datum: 13.06.2008 - Autor Claudio
Genau!! Getroffen!!!! Meine Gedanken waren, nicht noch ein AC/DC Klon aus Down Under, nur weil es scheinbar schick ist, alles was rotzig klingt und aus Australien kling abzufeiern.
Glücklicherweise haben sich meine Befürchtungen nicht bewahrheitet und anstatt in die Kerbe der Heroen aus dem Heimatland zu schlagen, sind die Herren um einiges moderner. Nicht Modern in dem Sinne von experimentell, sondern in der Herangehensweise. Man könnte „Ceremony“ als eine Art Mischung aus klassischem Hardrock und modernerem Stadionrock a lá Nickelback oder 3 Doors Downs sehen. Auch erinnern mich die Jungs ein ums andere Mal an die Briten GUN, die wahrscheinlich wieder keiner kennt. Einen grpßen Anteil an der Eingängigkeit der Musik hat Sänger Cameron Brown, der über ein sehr variables Organ verfügt und sowohl Schreie, was er selten tun muss, als auch Singen kann. Seine Stimme hat die Fähigkeit, Gefühle zu transportieren, die Melancholie der Songs, was nicht weinerlich bedeuten soll, auf den Hörer zu übertragen und auch Freude zu verbreiten.
Die Instrumentierung der Songs ist auch sehr stimmig, auch wenn mir es öfters so vorkommt, dass sich die Musiker in verschiedene Richtungen begeben wollen. Mal werden leicht funkige Gitarrenpassagen mit klassischen Bassparts und Drums unterlegt, was leicht verwirrend und anstrengend werden kann. Auch die Songs selber unterscheiden sich stark in der Zielrichtung, man muss sich nur „See Through“, „Down Day“ und „Venom In Denim“ anhören. Alles Songs sind erkennbar von derselben Band, aber doch völlig unterschiedlich. Auch wenn diese Tatsache anstrengend ist, bewegt und zwingt sie einen dazu, sich die Band immer und immer wieder anzuhören. Gerade „Venom In Denim“ ist ein launiger Song, da er mit einer rotzbluesigen Note aufwarten kann, auch wenn die Chöre zum käsigsten gehören, was ich in den letzten Wochen gehört habe.
Ceremony haben es geschafft, dass ich doch noch ein wenig an die Musikszene der Australier glauben kann, dass es da doch mehr als nur AC/DC und Rose Tattoo gibt. Für die nächsten feuchtfröhlichen Grillabende und Landstrassenrasereien ist mit Ceremony vorgesorgt und Fans von Bands wie Gun oder anderen, die sich nicht nur in der Altrockecke suhlen, können bedenkenlos zuschlagen.





