Cain's Dinasty - Legacy of Blood

4.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Melodica Records/Point Music

Besetzung
Gesang: Ruben Picazo
Gitarre: Ruberto Garcia
Keyboard: Jose A. Quiles
Bass: Paco Castillo
Schlagzeug: Marces E. DeJuana

Tracklist
1. Legacy of Blood
2. Two Seconds to forget your Name
3. Under the City Lights
4. Remember the Tragedy
5. The Journey
6. Tears of Pain
7. Infancia Eterna
8. Coming to Me
9. Taking a Look

Datum: 17.10.2008 - Autor Jörg
Aus dem sonnigen Spanien kommen die True-Metaler von Cain’s Dinasty und haben nun nach 2 Jahren ihrer Existenz nun ihre erste CD fertig und sind zum Sturm auf die Ohren und Anlagen der Fans bereit.

Ist man durch die Herkunft der Band –sorry, aber Spanien hat sich bisher noch nicht wirklich auf der Metallandkarte etabliert und ist von daher eher Diaspora, schon mit einem kleine Vorurteil belastet, trägt das Busen und Mumu-Fummler-Cover auch nicht gerade dazu bei die Sperre im Kopf abzuschalten.

Zugunsten von Cain’s Dinasty geht das man sich nicht komplett auf den völlig ausgelutschten Bombast-Melodik-Pfad begibt, der seit Jahren von Rhapsody, Labyrith-Plagiaten zu einer 4-Spurigen Autobahn ausgelatscht wurde. Mann orientiert sich eher an Hammerfall, Edguy und Manowar, versucht eine Mischung aus Härte und Melodie zu finden. Ganz ohne Bombast und Keyboard kommen die Spanier nicht aus, aber die Anflüge halten sich in Grenzen. Obwohl der Keyboardteppich im Laufe der Spielzeit dichter wird. Im musikalischen Bereich ist das soweit auch ganz okay. Cain’s Dinasty werden keine neue Dynastie von Fanscharen hinter sich finden, aber man versucht immerhin klassischen Heavy Metal zu machen. Laut ihrer Homepage machen Cain’s Dinasty Vampiric Heavy Metal und ich denke jetzt werden schon einige Leute aufgehört haben zu lesen oder sich schmunzelnd abwenden.

Leider haben Cain’s Dinasty mit Ruben Picazo einen Sänger, der zwar im Booklet mit „Screaming Lung“ angepriesen wird, es aber oft nicht schafft die Töne wirklich zu treffen, vom halten wollen wir mal gar nicht erst sprechen. Kaum setzt Ruben beim ersten Song ein ist es echt vorbei mit dem Spaß. Sicher ist er nicht soooooooo übel, aber ich finde seine Künste weder überzeugend noch dreckig und eigenständig. Gerade in diesem Genre ist ein fähiger Sänger von Nöten. Wer erinnert sich nicht noch mit einem seltsamen Gefühl an die ersten Scheiben von Domine oder Heimdall? So ähnlich liegt es bei Cain’s Dinasty.

Sorry, ich kann hier nicht mit einstimmen und sehe auch nicht in der Band das Licht am Ende Tunnels eines öde gewordenen Genres. Eher sind die Spanier so eine Band, welche den Gegnern des Genres erneut Wasser auf ihre Mühlen kippt.







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