Burn - Global Warning
7.0 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2008
Label
Formula One Records/Rough Trade
Besetzung
Gesang: Jeff Odgen
Gitarre: Julian Nichols
Gitarre: Phil Hammond
Keyboard: Barney Stackhouse
Bass: Marc Stackhouse
Schlagzeug: Benjy Reid
Gitarre: Julian Nichols
Gitarre: Phil Hammond
Keyboard: Barney Stackhouse
Bass: Marc Stackhouse
Schlagzeug: Benjy Reid
Tracklist
1. Shadow of the Satellietes
2. Dangerous Times
3. Forgive Me
4. Down in Flames
5. Meltdown
6. Made that Way
7. Pray for the Rain
8. In Another Lifetime
9. Weight of Expectations
10. I don’t mind
11. Give me Tonight
2. Dangerous Times
3. Forgive Me
4. Down in Flames
5. Meltdown
6. Made that Way
7. Pray for the Rain
8. In Another Lifetime
9. Weight of Expectations
10. I don’t mind
11. Give me Tonight
Datum: 09.02.2008 - Autor Jörg
Irgendwie beschleicht mich immer ein seltsames Gefühl, wenn eine Band einen 2ten Anlauf nímmt, welche schon beim ersten Mal kaum jemanden interessiert hat. Inwieweit das nun auf das britische Sextett von Burn zutrifft kann ich nicht sagen, denn mir sind ihre beiden CDs aus den Jahren 1993 und `95 nicht bekannt. Das muss ja nichts bedeuten, möglicherweise sind Burn wieder einer dieser ultimativen Geheimtipps, die Internetnerds irgendwann mal hochgejubelt haben.
Nun versuchen es Burn erneut und kommen in diesem Jahr mit „Global Warning“ ihrem dritten Album daher. Die Musik der Briten ist erstaunlich frisch und sehr solide- hier ist das Wort mal nicht negativ gemeint. Sucht man Ähnlichkeiten, könnte man bei Deep Purple, Thunder oder Gary Moore (hier ist klar welche Phase des Iren gemeint ist) Vergleiche einholen. Anders als die 100ste AOR/Hardrock-Hoffnung spielen Burn sehr Roots-Orientiert und haben kräftige Riffs auf Lager. Keyboard bzw. Orgelsound ist auch vorhanden, dient aber eher dazu den Sound voller und Atmosphärischer zu gestalten, was auch voll gelingt.
Eines irritiert mich beim Info-Text, hier wird von Vergleichen mit Yngwie Malmsteen geschrieben, was das Gitarrenspiel der beiden Sixstringer Julian Nichols und Phil Hammond (der spielt für seinen Nachnamen doch das falsche Instrument, hehe –lauer Scherz des Verfasser) betrifft. Bei den ersten Durchläufen kam ich nicht drauf was damit gemeint ist, doch bei genauerem Hinhören, vor allem bei den Solis erkannte ich was gemeint ist. Besonders Solo-Gitarrist Julian Nichols hat dem Schwedischen Ami öfter zugehört und gerade wenn Nichols, sozusagen Anlauf zu seinem Part nimmt, klingt es in der Tat stellenweise nach Ying-Yangsti. Doch bevor sich Nichols auf Pfaden des Neoklassischen Einerlei im Dunklen verläuft, fängt er sich und greift wie es sich für einen Briten gehört, kerniger und solider in die Saiten.
Abwechslung fällt Burn anscheinend auch nicht schwer in ihre Mucke einzubringen, so sind solche stampfenden Songs wie „Down in Flames“ zum übrigen Programm sehr willkommen und mit „Pray for the Rain“ gibt es eine tolle, über 7 Minuten lange kitschfreie Power-Ballade.
Ordentliche und kräftige Kost in Sachen Hardrock sind Burn und sie beweisen dass auch 2008 aus dem Vereinten Königreich noch recht gute Bands zu kommen scheinen.





