Bullet Boys - Sophie

3.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2003

Label
Bullet Boys Rec.

Besetzung
Gesang: Marq Torien
Gitarre:??
Bass: ??
Schlagzeug: ??

Tracklist
1. Kiss the Lizard
2. Neighborhood
3. Can I Show You
4. Don't Be Afraid
5. All of the Day
6. Walls
7. Amazing
8. Outta Here
9. Shake Me Awake
10. Stoned Staley


Datum: 28.01.2006 - Autor Jörg
Riesen Enttäuschung, so und nicht anders muss ich es ausdrücken. Ich habe mich irgendwie auf das letzte Bullet Boys-Album gefreut, da ich die Band sehr mag und mir das Debüt und „Freakshow“ sehr am Herzen liegt. Auch „ZaZa“ ist irgendwie noch okay für mich, „Acid Monkey“ kenne ich nicht. Doch allein die beiden ersten Bullet Boys-Scheiben haben bei mir sozusagen Kult-Status. Dann bringt die Band 2003 noch mal ein Album auf den Markt und macht so einen Dreck. Sicher in Zeiten wo für ehemalige Hairbands Schmalhans Küchenmeister ist, bietet sich Eigeninitiative an und das Album auf dem eigenen Label herauszubringen ist keine schlechte Lösung. Doch schon der Sound ist dermaßen dumpf geraten, dass ich erst mal schlucken muss. Dann die Musik, das sollen Bullet Boys sein? Hmm, also ich habe die Band anders in Erinnerung.

Auf „Sophie“ präsentieren sich die ehemalig innovativen Hardrocker in einem Still-Mischmasch und Hin-und-Her-Gehüpfe zwischen alten Traditionen und modernen Krampf. Die ersten beiden Songs sind schon dermaßen wirre und klingen richtig uninspiriert, dass die Laune gleich umschlägt. Mit „Can i show you“ haben Sänger Marq Torien& seine Jungs eine nette Halb-Ballade im Gepäck die man gut hören kann. Es wundert mich schon, das man außer Sänger Marq niemand sonst vom Line-Up in Erfahrung zu bringen. Kein Wunder, ist „Sophie“ doch so was von schlecht das einem die kalte Kotze hochkommt. Selbst auf einschlägigen Internet-Seiten, wo sonst jeder Quark gefeiert wird, ist man sich einig und wünscht diese Scheibe zur Hölle. „Gekrönt“ wird das Album von einer unmöglichen Coverversion des Kinks-Songes „All of the day“, welchen die Bullet Boys einfach so dahinklatschen. Es gibt einige gute und weniger gute Versionen dieses Songs, doch das hier ist einfach nix.

Es macht wirklich keinen Spaß sich diese CD anzuhören, zudem der tolle Sänger Marq Torien, nur noch am Brüllkreischen ist, als wenn er sich für den Posten bei einer Hardcore-Combo empfehlen wolle. Sicher viel geschrieen hat der Junge früher schon, aber hier ist wieder mal der Lack komplett ab.

Wo es Bands wie Gemini5, Beautyful Creatures oder LA Guns (Live für mich sehr schwach, doch starke neue CD) ehrenvoll schaffen moderne und geliebte Tradition zu verbinden und daraus einen heißen, wilden Sound zu kreieren, da scheitern die Bullet Boys kläglich und man wünscht sich das man diese CD nie zu Gehöhr bekommen hätte. So was wie „Walls“ haben wir echt nicht verdient. Hier gibt es nur ganz wenige Momente wo man sich denkt, das eben Gehörte war okay. Bullet Boys mit gewaltigen Ladehemmungen brauchen wir nicht-Finger Weg!!







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