Buckcherry - Time Bomb

9.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2001

Label
Dreamworks

Besetzung
Gesang: Josh Todd
Gitarre: Keith Nelson
Gitarre: Yogi
Bass: Jonathan Brightman
Schlagzeug: Devon Glenn

Tracklist
1. Frontside
2. Ridin’
3. Timebomb
4. Pornostar
5. Place in the sun
6. (Segue) Helpless
7. Underneath
8. @*#! My wrists
9. Whiskey in the morning
10. You
11. Slamin’
12. Fall

Datum: 06.07.2006 - Autor Gordon
Buckcherry ist eine Band, die, obwohl sie aus den frustverseuchten 90ern stammt, den typischen Weg gegangen ist, die eine Sleaze Band in LA geht. Vom Sunset Strip über das Whisky a GoGo zum Plattenvertrag. Und wo das Debüt noch mehr in den Punk Bereich geht, wird auf dem hier vorliegenden zweiten Album Timebomb lupenreiner Sleaze Rock gespielt und zwar mit allem was dazu gehört. Einfallsreiche, rotzige Texte mit geilen Melodien und der entsprechenden angepissten Einstellung.

Gleich der erste Song „Frontside“ ist ein Sleaze Smasher allererster Güte, der voll abgeht und ordentlich in den Arsch tritt. Der zweite Song „Ridin’“ steht da in nichts nach und lässt bereits erahnen, dass es sich hier um eines der besten Sleaze Alben aller Zeiten handelt. Bei den Liedern sieben und acht „Underneath“ und „@*#! My wrists“ wird es für Sleaze Verhältnisse schon sehr melodisch und man befindet sich schon etwas im Hardrock oder Glambereich. Auch diese beiden Lieder haben unglaubliches Ohrwurm Potential. Sogar an Balladen hat die Band gedacht und die Nummer sechs „Helpless“ ist hierfür ein sehr würdiger Vertreter. Weiterhin erwähnenswert sind auch noch die Lieder neun und zwölf. „Whiskey in the morning ist ein echt cooler Songtext und wohl besonders für Festival Besucher geeignet und „Fall“ ist einfach noch mal ein Hit rundheraus und schließt das Album genauso hochwertig ab, wie es begonnen hat.

Das Highlight des Albums ist aber unbestritten die Numero vier „Porno Star“. Also wenn man den zum ersten Mal gehört hat, wird man ihn wohl erst mal ein paar Minuten verdauen müssen. Selbst erfahrere Sleazer Ohren werden hier sagen, „was ein krasser Refrain“. Und die Strophen stehen dem in nichts nach. Da kann man sich wirklich nur fragen, warum der Parental Advisory Sticker hier fehlt. Und die Musik dazu ist ebenfalls top. Definitv einer der besten Sleaze Songs aller Zeiten.

Zusammenfassend muss ich hier noch mal große Lobeshymnen anstimmen. Im Jahre 2001 mit einem so genialen Sleaze Album daherzukommen ist schon eine große Leistung, die jeder der diese Musikrichtung auch nur ein bisschen mag, mit dem Kauf des Albums belohnen sollte. Denn es gibt auf Timebomb wirklich nur minimale Schwächen und dafür massenweise erfrischende Texte und Melodien.







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