Bryan Adams - Reckless

8.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1984

Label
A&M

Besetzung
Gesang/Gitarre: Bryan Adams
Bass: Dave Taylor
Gitarre: Keith Scott
Keyboard:Tommy Mandel
Percussion: Jim Vallance
Schlagzeug: Pat Steward

Tracklist
1.One Night Love affair
2.She´s only happy when she´s dancing
3.Run to You
4.Heaven
5.Somebody
6.Summer of 69
7.Kids wanna Rock
8.It´s only Love
9.Long Gone
10.Ain´t gonna cry

Datum: 30.09.2006 - Autor Jörg
Auch ich mag gern Bryan Adams, was den Leser sicher nicht verwundern wird so höre ich doch eine ganze Menge AOR. Soweit ist der kanadische Sänger mit der rauchig geilen Stimme auch nicht davon weg. Aber wo hören die Grenzen auf? Also einen drauf gelassen und an mein Fave-Album von Mr Adams rangemacht.

Ich gehe mit Kollege Psychobimbo konform, wenn er dem Millionseller von 1990 10 Punkte verabreicht, die sind auch gerechtfertig. Mir persönlich gefällt das „Reckless“-Album von 1984 noch ein wenig besser. Logischerweise kann ich es nicht nach meinen persönlichen Geschmack bewerten, weil 11 Punkte es hier nicht gibt. Aber allein wegen Produktion und so, ist „Waking ..“ sicher das stärke Album.

Der fantastische AOR-Schwofer „One Night Love affair“ eröffnet das Album edel und mit Brillanz. Mein erstes persönliches Highlight folgt dann mit dem rock´n rollig anghauchten „She´s only happy when she´s dancing“, ein klasse Lied. Da möchte ich mich selber gern Tanzbären-Haft durch die Bude schieben. Bryan Adams hat eine so geile Stimme, welche sich für diese Mucke einfach gut eignet. "Long Gone" ist eher ein nicht so bekannter Titel, doch das Stück ist lecker. Vor allem der röhrige Gitarrensound hat es mir angetan.

„Reckless“ war für den kleinen Kanadier ein Bombenerfolg und ich weiß gar nicht wie viele Hit-Singles dieses Album ausgespuckt hatte, aber „Run to You“ ist eine davon und ein AOR-Schmankerl vom aller geilsten.

„Kids wanna Rock“ rockt gut ab und wurde schon von diversen Metal-Bands gecovert, ohne allerdings an die Klasse des Originals heranzugelangen. „It´s only Love“ wurde im Duett mit Rocklady Tina Turner gesungen und zählt zu den großen Hits, auf diesem Album. Ich mag die aufgedrehte Tina an sich ja nicht, aber hier stört sie mich eher weniger.

Highlight auf „Reckless“ ist ohne Frage der Song „Summer of 69“, meine Güte, wie oft hat man diese Riff schon gehört. Wie oft lief einem schon einen Gänsehaut über den Rücken wenn Bryan die Textstelle „Those where the best days of our lives…“ singt? Da interpretiert jeder was Eigenes hinein. Ob nun Sommer 69, 96, 90 oder 2000.

Auch Balladenhaft läuft Bryan Adams hier zur Hochform auf. Der Song „Heaven“ ist sicher durch den großen Einsatz im Radio weltbekannt und mit solch einer Stimme kullern einen schon fast die Tränen. Gänsehaut-Moment hoch 10! Das was im Text besungen wird, hat jeder schon mal erlebt- egal ob es nun glücklich oder nicht ausging.

Mir ist auch völlig egal ob man jetzt sagt, Bryan Adams wäre kein Thema für Sleaze-Metal. Wenn es ans Erbsenzählen gehen würde, dann dürften auch Survivor, Foreigner oder Journey hier nicht auftauchen.

Solch ein tolles Rock-Album wie „Reckless“ hat seine Berechtigung und gehört gehuldigt.

Wieso werd ich eigentlich immer als Engstirnig hingestellt? Lassen wir das lieber.

Wer diese Scheibe noch nicht kennen sollte, es kann möglich sein- genaues weiß man nicht, dann aber fix in den nächsten Laden und versäumtes nachgeholt. Ganz großes AOR-Kino wird hier geboten und danach kann ich auch ohne Probleme ein lecker Forbidden -, oder Testament-Album auflegen und mir die Birne dusselig bangen.











last.fm Player


TOP-NEWS
Interview: Voodoo Six


RANDOM REVIEWS