Erscheinungsjahr
1997
Label
Raw Power
Besetzung
Gesang:Bruce Dickinson
Gitarre: Adrian Smith
Gitarre, Melotron, Piano: Roy Z
Bass:Eddie Casillias
Schlagzeug: David Ingraham
Tracklist
1.Freak
2.Toltec 7 Arrival
3.Starchildren
4.Taking the Queen
5.Darkside of Aquarius
6.Road to Hell
7.Man of Sorrows
8.Accident of Birth
9.The Magican
10.Welcome to the Pit
11.Omega
12.Arc of Space
Datum: 06.07.2004 - Autor Jörg
So eine CD hatte wohl niemand mehr von Bruce ”Der Metal ist Tot” Dickinson erwartet. Als er 1997 diese Scheibe auf den Markt brachte, gingen nicht nur mir die Ohren über. Hatte der grandiose Sänger nicht erst noch vor wenigen Monaten gezetert das der Metal nichts mehr Wert wäre und so? Tja, ich war erst in Versuchung diese Scheibe zu ignorieren, aber die Qualität von „Accident of Birth“ spricht einfach für sich. Schieben wir Bruce seine Aussagen zur Seite und entschuldigen seine Ausbruch, damit, das er sich wohl in den Klauen des Alternativen Klabautermannes befand. So eine frische und doch recht moderne Scheibe stände Iron Maiden auch mal wieder gut zur Gesicht. Mit modern ist gemeint das sich hier doch das ein oder andere Tönchen eingeschlichen hat, das nicht unbedingt Old School ist (Starchildren). Aber solche Kracher die Dickinson mit Adrian Smith hier ablässt gehören einfach in jede Sammlung. Nicht nur Angehsongs wie „Road to Hell“ oder „The Magican“ machen den Zauber der CD aus, eher die wahrlich edlen Balladen wie „Man of Sorrows“ oder epischen Monster vom Schlage „Taking the Queen“ oder das Titelstück. Den Vogel schießen Smith und Dickinson aber mit „Darkside of Aquarius“ ab, das Lied ist so was von brillant, das ich mich nie dran Satt hören kann. Mit mächtigen Riff gestartet, in einem grandiosen Refrain sich steigernd, um dann gegen Ende eine Spannung aufzubauen wie Maiden es seinerzeit mit „Rime of the Ancient Mariner“ verstanden. Wenn die Leckgeschlagene Eiserne Jungfrau es auch noch heute schaffen würde, mit ihren Liedern so eine Gänsehaut zu verpassen, wie Mr. Dickinson hier, dann wäre alles im Lot. Ist es aber nicht, ich hoffe das Bruce, trotzt seiner Rückkehr zu Iron Maiden vor ein paar Jahren, sich doch noch zu dem ein oder anderem Solo-Album von diesem Format hinreißen lässt. Das Cover von „Accident of Birth“ wurde von dem früheren Stammzeichner von Maiden Derek Riggs gezeichnet und schaut Hölle geil aus. „Accident of Birth“ gehört 1997 zu den Top-Alben des Jahres für mich und findet sich auch heute noch öfter im CD-Player wieder als wie z.B. „Brave New World“. Es ist ohne Frage ein Ausnahmealben, eine gigantischen Sängers, der wieder zu seiner alten Form zurückgefunden hatte. Aber auch den Blick nach vorne nicht vergaß.