Broken Teeth - Electric

7.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2007

Label
Cargo Records

Besetzung
Gesang – Jason McMaster
Schlagzeug – Bruce Rivers
Gitarre – Jared Tuten
Bass – Brett McCormick
Gitarre – David Roy Beeson

Tracklist
1. Roll Over
2. Electric
3. Blood On The Radio
4. Hell For Sale
5. Bonfire
6. Burns Like Love
7. She´s Gonna Blow
8. Devil Money
9. Stick It In
10. Hangin´ By The Skin
11. Undertaker
12. El Diablo

Datum: 19.03.2008 - Autor Psychobimbo
Kann sich jemand vorstellen das man für ein im AC/DC Stil gehaltenes Album so was wie mehrere Durchgänge braucht um sich damit anzufreunden? Wohl kaum, aber bei „Electric“, dem aktuellen Output der AC/DC Klone um Ex-Dangerous Toys / Ex-Watchtower Röhre Jason McMaster ist es tatsächlich so das sich Anlaufschwierigkeiten einstellen könnten.

Woran das liegt? Nun, hauptsächlich an der total verbockten und unpassenden Produktion. Alleine für den Schlagzeugsound sollte man Produzent (und Gitarrist) Jared Tuten teeren, federn und Hausverbot im Studio erteilen. Verflucht, arschtretender Riffrock muss auch als Studioalbum klingen als ob die Band zusammen das Ding live eingezimmert haben.

Aber egal, mit etwas Geduld, bzw. wenn man sich an den Klang der Scheibe gewohnt hat dann stellt sich alsbald ein freudiges Gefühl ein. Jasons Reibeisenorgan klingt mitnichten wie von einem verlebten 43jährigen sondern ist scharf wie ein 15fach in den Motorblock gerammtes Edelstahlprodukt aus Solingen. Die mächtigen Gitarren kreisen im wilden Ringelpiez ums Trommelfell während man auf allen Vieren durstig gen Bierkühlschrank krabbelt.

Das Bein auf der imaginären Monitorbox abgestellt, die Luftgitarre im Schritt hängend und schon kann die One-Man-Party vor der heimischen Anlage beginnen.

Songs wie „Blood On The Radio“, „Bonfire“ oder „Undertaker“ kennt man schon von früheren Veröffentlichungen, die Nummern wurden jedoch komplett umarrangiert und neu aufgenommen. Somit ist „Electric“ nicht nur ein neues Album sondern gleichzeitig noch eine Mini-Best Of.

Auch wenn man nicht ganz an die räudige Größe von Rhino Bucket rankommt so hat man es hier mit einem anständigen „Stiff Upper Lip“ Nachfolgealbumüberbrückergeschenk zu tun und das kommt jetzt am Ende der kalten Jahreszeit eh wie gerufen.

Wenn man sich anfangs nicht von der schon oben kritisierten Produktion und dem doofen Cover abschrecken lässt und der Scheibe ein paar Extrarunden schenkt, dann wird man die investierte Kohle sicherlich nicht bereuen. Jetzt wird’s aber Zeit das die texanische Band endlich auch auf deutschen Bühnen für gebrochene Zähne und blutige Ohren sorgt.





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