Breaker - Get Tough

9.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2000

Label
Auburn Records

Besetzung
Gesang: Jim Hamar
Gitarre: Don Depew
Gitarre: Michael Klein
Bass: Ian Shinpley, Brook Hodges
Schlagzeug: Mark Klein

Tracklist
Disc One
1. Lie To Me
2. 10 Seconds In
3. Get Tough
4. Razor's Edge
5. Obsession
6. Blood Money
7. Black And White
8. Behind Enemy Lines
9. Wait For The Night
10. From The Heart

Disc Two
1. Standing In The Light
2. Action
3. Caught In Love
4. Still Life
5. Touch Like Thunder
6. Dead In Your Tracks
7. The Hurt
8. Cold Air
9. All Or Nothing (Live)
10. 10 Seconds In
11. Walking The Wire
12. Blood Money
13. Afraid Of The Dark
14. From The Heart
15. Entering Twilight
16. No More Cries

Datum: 18.12.2007 - Autor Jörg
Es gibt viele vergessene Perlen aus den 80gern, aber bei keiner tut einem das so weh wie beim Breaker-Album „Get Tough“, 1987 erblickte die Scheibe das erst Mal die Stände der Plattenläden und blieb auch dort liegen. So fern die Scheibe überhaupt in Deutschland erhältlich war, denn gestern wie heute sind Auburn Records ein kleines Label und hat keinen Vertrieb in unseren Breiten. Die Klasse der Scheibe blieb aber erhalten und als Auburn Records 2000 „Get Tough“ als feiste Doppel-CD neu auflegten erwachte das Interesse an Breaker neu. Auf der Bonus-CD finden wir insgesamt 16 zusätzliche Songs- Unveröffentlichtes, Demos und eine unnötige Coverversion des Small Faces-Stückes „All or Nothing“.

Doch zurück zum eigentlichen Album, welches bis heute noch eine Sternstunde des melodischen Power-Metals darstellt. Selten wirkte eine Scheibe so flüssig und „in einem Rutsch“ wie das Album der Cleveland Five. Schon mit dem elektrisierenden Geräusch, mit dem der Opener „Lie to me“ eingeleitet wird, stellen sich alle Nackenhaare hoch und Breaker schnappen zu wie der Dobermann auf dem Cover. Danach schießen sie mit „10 Seconds in“ eine brillante Nummer unters Volk, das ich damals schon nach 2 Songs völlig im Breaker-Wahn war. Frontmann Jim Hamar (singt auch bei den göttlichen Nightcrawler) ist ein charismatischer Sänger, der uns mit seiner klaren und sehr ausdrucksstarken Stimme in seinen Bann schlägt. Zum Glück ist Jim kein eierloser Kreischer, bei dem es lediglich zum Prädikat Kult reicht, er kann singen. Breaker mögen die deutschen Accept und das schlägt sich auch ein wenig auf die Gitarrenarbeit des Duos Don Depew und Michael Klein aus, wie ich finde.

Breaker sind aber nicht desto Trotz eine durch und durch amerikanische Band, welche zur Elite dieses Genres gezählt werden kann.

Wütendes Riffing und wild nach vorne gepeitschtes Drumming ist das Trademark für den Killer-Song „Razo’s Edge“, eine Hymne welche sich vor allem Mal alte Riot-Fans anhören sollten, so fern Breaker noch unbekannt sein sollte. „Blood Money“ ist eine weitere Hit-Hymne aus dem Breaker-Stall und so langsam wird auch dem größten Ignoranten klar, das hier ist Power-US-Metal in bestechender Form.

Der Kult-Song „Touch like Thunder“, der schon öfter gecovert wurde, findet sich auf der Bonus-CD „Get Tougher“, weil das Lied damals „nur“ der Bonus der Cassette war.

Ich bin geneigt diesem Album diesem Album die volle Punktzahl zu geben, aber irgendwie wird mit der Höchstnote hier in letzter Zeit zu arg um sich geworfen, so das ich mich für 9,5 entschieden habe. Es sollte ein außergewöhnliches Album sein, welches die Höchstpunktzahl erhält. Breaker pusten meiner Meinung nach eh so einiges was als 10-Punkte-Album gehandelt wird locker weg. Die Scheibe ist ein unumstößlicher Klassiker und gehört für mich seit Jahren zum A und O meiner Sammlung. Ich war überglücklich als ich endlich die CD in Händen hielt und meine alte BASF-Cassette in Rente schicken konnte. „Get Tough“ hat nun 20 Jahre auf dem Buckel wirkt aber in keinster Weise wie ein Überbleibsel aus den 80ger.











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