Erscheinungsjahr
2004
Label
Frontiers Records
Besetzung
Gesang: Danny Bowes
Gitarre: Luke Morley
Bass: Chriss Childs
Schlagzeug: Mario Goossens
Tracklist
1. Desire
2. Living for the city
3. On a day like today
4. Why did you do it
5. since I left her
6. Come together in the Morning
7. Waiting for the sky to fall
8. Illogial
9. How could you?
10. That´s not love
11. I can´t stand the rain
Datum: 26.05.2004 - Autor Jörg
Oh, Backe! Da gibt es aber eine Nuss zu knacken. Die 2te Veröffentlichung der treibenden Kräfte hinter den englischen THUNDER haben es dem Heavy Metal-Fan nicht leicht gemacht. Aber ich glaube das die Zielgruppe für diese Scheibe eher im Rockbereich zu suchen ist, weil mit dem powervollem, treibenden Hardrock ihrer Stammformation kann man die CD nicht vergleichen. Inwieweit sich „Mo´s Barbeque“ vom Erstling der beiden unterscheidet kann ich nicht sagen, da ich diese Scheibe nicht kenne. Es mag vielleicht einigen Leuten seltsam erscheinen warum die Herren Bowes & Morley nun mit einer neuen Solo-Scheibe antanzen, weil die THUNDER-Reunion-CD liegt noch gar nicht soweit zurück. Und die war auch noch recht erfolgreich gewesen. Aber wenn dabei hochkarätiges Material rausspringt, ist es schon zu Vertreten. Gute Musiker sind die beiden ohne Frage, nur wird sich der Metal-Fan wohl die Zähne an dieser CD ausbeißen, eher im Bluesrock mit Trompeten und Honky-Tonk-Piano verwurzelt kommt man auf „MO´s Barbeque“ um die Ecke. Außerdem hat man sich ein paar weibliche Backgroundsängerinnen ins Studio geholt, die dem Ganzen doch noch den letzten Pfiff geben. Ich habe beim ersten Durchlauf auch schlucken müssen, aber nach ein paar weiteren Male, bin ich doch der Meinung das man sich die CD ab und an gut anhören kann. Nur sollte man keine Hammerharte Musik erwarten. Eine tolles Gitarren-Solo hier, eine schöne Melodie da. Ja so kommt man doch ganz gut an den Musikfreund heran. Sieben Songs und drei Coverstücke haben die beiden Engländer und Begleitband einspielt. Bei den Coversongs hat man ganz tief in der Mottenkiste gewühlt und den Stevie Wonder-Song „Living for the city“ und einen Song von Ann Pebels „I can´t stand the Rain“ von 1974 ausgegraben. Der letztgenannte Song wurde auch schon mal von Tina Turner gesungen. Das dritte Cover „Why did you do it?“ ist von KIRBY, die sind mir komplett unbekannt. Was kann ich noch sagen? Die Scheibe ist sicher recht gut gelungen, auch wenn sie nichts für den Beinharten Metal-Fan ist, aber aufgeschlossenen Typen könnte sie gefallen. Wenn ihr Vergleiche braucht, dann mag ich wohl Parallelen zu den Quireboys oder den neueren Aerosmith ausmachen.