Born From Pain - Survival

8.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Metal Blade

Besetzung
Gesang: Rob
Gitarre: Dom
Gitarre: Karl
Bass: Andy
Schlagzeug:

Tracklist
1. Sound Of Survival
2. State Of Mind
3. Sons Of A Dying World
4. The Wolves Are Loose
5. Never Die
6. Final Collapse
7. Endgame
8. Zeitgeist
9. The Hydra
10. Zero Hour
11. Under False Flag

Datum: 30.10.2008 - Autor Jörg
31.10.08

Ah, Born From Pain..meine erste Begegnung mit den Holländern war bei Kollege Claudio im Auto. Claudio hatte sich vor kurzer Zeit mal das Album 2005er-Album „In Love with the End“ zugelegt und auf dem Weg zu einem Konzert haben wir uns das Scheibchen mal zur Gemüte geführt. Das war genau der richtige Soundtrack um für das Konzert in Stimmung zu kommen, der Song „The New Hate“ ist ja wohl so was wie ein Hit von Born From Pain.

Es hat sich einiges geändert seit dieser Scheibe, das Album „War“ erschien und man näherte sich dem Metalcore an, habe ich erwähnt das wir es bei Born From Pain um eine deftige Hardcore-Band handelt?

Einige Line-Up-Wechsel haben die Holländer in letzter Zeit auch über sich ergehen lassen, Sänger Che stieg aus und Bassist Rob übernahm den Job am Mikrofon. Mir gefällt der Gesang von Rob sogar noch besser wie von Che, hat irgendwas spezielles in der Stimme.Drummer Roel verließ die Band aufgrund eines Nervenproblems, für ihn kam Roy (Ex-37 Stabwoundz) und den vakanten Posten am Bass wurde Andy von den „Setups“ gegeben.

Nun konnten Born From Pain sich richtig auf neue Taten konzentrieren. „Survial“ nennt sich der neuste Streich und hat es gewaltig in sich. Hier treffen die gewohnten Old-School-Trademakrs von „In Love with the End“ auf Metalriffs und kurze prägnante Harmonien. Ja, Metalcore hat nun endgültig bei Born From Pain Einzug gehalten, doch das ist nur zum Vorteil der Band. Nun sind die Stücke nachvollziehbarer und haben noch mehr Hookline-Qualitäten, das alles geht nicht auf Kosten von Groove und Brutalität. Ähnlich wie bei der neuen Unearth wurde das Zerstörerische an der BFP-Musik nur komprimiert und wirkt nun noch heavier. Ob die Bollo-Fraktion darüber froh lass ich mal jetzt dahin gestellt, aber bei mir haben sich Born From Pain nun endgültig einen Platz in der Faveliste erspielt. Für alle welche nicht über den Tellerrand schauen mögen hat es ja zum Glück noch Tracks wie „The Hydra“ im Koffer.

Songs wie „Never Die“, „State of Mind“, „Survial“ oder „Sons of a Dying World“ sind super genial, strotzen nur vor Muskelpower und Hooklines. Trotz der gewonnenen Eingängigkeit werden die neuen Songs sicher im Pit wieder für einige blaue Flecken und fliegende Zähne sorgen. Mann kann auf „Survival“ die Musik einfach nur genießen oder sich beim abspacken völlig austoben, zu beiden eignen sich die Songs wunderbar.

Highlight auf dem Album ist für mich das schleppende und mit vielen Samples unterlegte, „Final Collapse“ welches einfach nur mächtig und brutal daher kommt. Zieht euch den Song mal rein und überzeugt euch selber. Ich hoffe das Born From Pain diesen Brecher von Titel auf der kommenden Tour ins Programm nehmen. Die Texte oder das lyrische Konzept von „Survial“ ist auf die derzeitige Situation der heutigen Welt ausgelegt und jeder der nur die Nachrichten anmacht und ein wenig mit offenen Auge durch die Gegen geht, wird bestätigen das es nicht gerade rosig ausschaut. Born From Pain liefern mit ihrem neuen Album den idealen Soundtrack für diese Zeit.

Durch diese Art von Weiterentwicklung können sich Born From Pain ein größere Fanbase erschließen und das dürfte wohl im Sinne der Band sein.





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