Boomerang - Sound Of Sirens

7.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Pure Steel Records

Besetzung
Gesang: Axel Johann
Gitarre: Thomas Fahrnbach
Gitarre: Stefan Zobel
Bass: Daniel Schäfer
Schlagzeug: Andreas Reinhard

Tracklist
1.The Song Of Sirens
2.One Night To Remember
3.Sleeping Titans
4.Of Fire
5.Skin Walker
6.Spawning Ground
7.Blood Angel (TCO III)
8.Insecure
9.The House Of Silent Screams
10.Phoenix Rising

Datum: 29.01.2008 - Autor Claudio
Es ist schon ziemlich lange her, dass ich Boomerang in meinen Händen hielt. Und damit meine ich tatsächlich die Band und nicht dieses komische Sportgerät, das einem folgt, auch wenn man es wegschmeißt. Vor Jahren, ich glaub es war ein Demo, haben die Jungs die Höchststrafe erhalten und zwar: „Ganz nett!“. Das bedeutet nichts anderes, als dass ich mich nicht mehr wirklich an die Herren erinnern kann oder will. Vielleicht sollte ich das ändern, denn ihr neues Album „Sound Of Sirens“ trifft mich völlig unvorbereitet. Die „Pfälzer Ausnahmeband“, dem Infozettel Verbrecher sollte man rausschmeißen, hat den Stempel, den ich ihr vor Jahren verpasste, nicht mehr verdient. Ganz nett ist die Musik nicht mehr, sondern richtig gut. Alleine der Opener, vom Intro sehe ich mal ab, „One Night To Remember“ drückt gewaltig. Schönes Power Metal Riffing, rasende Drums und ein Sänger, der sich hinter Genregrößen nicht verstecken muss. Musikalisch ist es eine Mischung aus dem klassischen, deutschen Metal, amerikanischen Power Metal und leichten Thrash Anleihen, also kein Düdelü Schramm Schramm aus dem netten Skandinavien und Happy Metal sollte auch nicht erwartet werden. Das Riffing erinnert mich gar an die frühen Iced Earth, man beachte einfach mal den Anfang von „Sleeping Titans“, gerade Fans von „Night Of The Stormrider“ oder halt dem Debüt der Amis sollten „Sound Of Sirens“ mal antesten. Natürlich ist auch hier nicht alles Gold was glänzt, denn immer wenn die Buben aus der Pfalz versuchen Bombast einzubauen, also Chöre, geht die ganze Chose nach hinten los, was bei den Chören bei „Sleeping Titans“ außerordentlich schmerzt. Denn das Background Gejaule ist unerträglich schräg und ich glaube nicht, dass dies so gewünscht war oder ist!

Vie mehr kann ich an der Platte auch nicht rummeckern, denn man merkt den Jungs an, dass sie schon eine ganze Zeit dabei sind, ihre Instrumente beherrschen und auch Songs schreiben können, auch wenn ich manchmal das Gefühl habe, dass sie sich von Heroen aus der Vergangenheit zu sehr beeinflussen lassen, egal ob man nun Savatage, Running Wild oder Iced Earth nennen mag. Absolutes Highlight der Platte ist in meinen Augen und Ohren „Blood Angel (TCO III)“ welches die Bandbreite der Band am Besten wiedergibt, von speedigem Riffing bis zu beinahe Subway To Sally artigen Parts ist alles vorhanden.

„Sound Of Sirens“ ist ein Album, dass ich in dieser Form nicht von Boomerang erwartet habe, denn gerade aus deutschen Landen ist Power Metal in dieser Form nicht an der Tagesordnung. Auch wenn man oft die Faves der Band, ich nehme dies einfach mal an, heraushört, so sind die Pfälzer doch bemüht sich ihre Eigenständigkeit zu bewahren. Bei mir haben sie ziemlich viele Punkte gemacht, was auch zu großen Teilen an Sänger Axel Johann liegt, der wirklich eine pure Metalstimme besitzt. Soll heißen, er brüllt nicht und trällert auch nicht opernhaft oder quiekig daher. Ich mache mir Sorgen, dass „Sound Of Siren“ nicht die Anerkennung bekommt, die das Album verdient hat. Ein Grund, wenn nicht der Hauptgrund, dafür, könnte der Bandname sein. Auch wenn die Band diesen schon mehr als 10 Jahre trägt, erwartet man kein pures Metalalbum, auch das Artwork ist klassisch gehalten und lässt Rückschlüsse auf die Musik zu, sondern eher eine schunkelige Coverband dahinter. Ansonsten Daumen hoch und weiter am eigenen Sound feilen, woll.







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