Bonfire - The Räuber

7.0 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
LZ Records

Besetzung
Gesang: Claus Lessmann
Gitarre: Hans Ziller
Gitarre: Chris „Yps“ Limburg
Bass: Uwe Köhler
Schlagzeug: Jürgen “Bam Bam” Wiehler


Tracklist
01. The Räuber
02. Bells of Freedom
03. Refugee of Fate
04. The Oath
05. Blut und Tod
06. Love don´t Lie
07. Black Night
08. Hip Hip Hurray
09. Do you still love Me
10. Let me be your Water
11. Lass die Toten schlafen
12. The good die Young
13. Time
14. Father´s Return
15. Love don´t Lie (Acoustic Mix, Bonustrack)
16. Do you still love Me (Acoustic Mix, Bonustrack)
17. Hip Hip Hurray (Deutsche Version, Bonustrack)

Datum: 18.02.2008 - Autor Odette
Die Ingolstädter Hardrockband Bonfire zählt heute wohl mit ihrer umfangreichen Diskografie, seit mehr als 20 Jahren dauernden Bandgeschichte, zweifelsohne zu den führenden internationalen Musikexporten Deutschlands. Im Laufe ihrer Karriere erreichte die Band um Claus Lessmann und Hans Ziller auf dem musikalischen Sektor einen unglaublichen Kultstatus, mit zahlreichen Höhepunkten seit den 80iger Jahren und konnten sich bis heute an populären Festivals wie dem Wacken Open Air oder Sweden Rock Festival europaweit beweisen. Auch nach diversen Line-Up Veränderungen folgten seit 1996 die Veröffentlichung vieler weiterer Studioalben wie das zuletzt erschienene Studiowerk „Double X“ 2006. Nach zweijähriger Sendepause melden sie sich nun wieder zurück mit ihrem aktuellen Burner „The Räuber“, dass überraschenderweise auf eine Art basierendes Rock Musical von Friedrich Schillers Sturm-und-Drang Drama „Die Räuber“ zurückzuführen ist. Obwohl sie ihrem eigenen Sound und den Fans die Treue halten, sind sie trotzdem offen für neue Ideen. Unter der Koordination und aus einer Idee von Regisseur Pierre Walter Politz entstand so ein gemeinsames Projekt, welches mit Theater und Rockband auf den ersten Blick zwei höchst unterschiedliche Welten aufeinander treffen lässt und aus dieser Epoche gemeinsame Quellen der Inspiration bezieht: Liebe, Rebellion, Schmerz, Spaß und der Sehnsucht nach Freiheit. Anhand von Originaltexten Schillers und einer englischen Übersetzung begannen Bonfire mit dem Komponieren der 12 Songs, mit einer Mischung aus deutschen und englischen Texten. Was dem Einen wohl bei den Songs, aber eher nebensächlich erscheint oder gar egal sein wird. Musikalisch orientiert sich das Album eher dem traditionellen Hardrocksound der Band, lässt aber auch mal einen recht ungewöhnlich härteren Sound und Gesang wie bei den Songs „Bells of Freedom“ oder „Father´s Return“ erklingen. Leider wird man bei den Songs „Refugee of Fate“, „Blut und Tod“ oder „Black Night“ keine neueren Töne oder Rhythmen erkennen, was man nicht auch schon in früheren Zeiten der Band gehört hat. Auch ihre immer wiederkehrenden eintönigen Balladen wie „Love don´t Lie“, „Do you still love me“ und „Let me be your water“ lassen einen nicht vor Neid erblassen. Was mir auch eher enttäuschend auffällt, ist die etwas fadenscheinige, Teils lasche und „müde“ Produktion des Albums, was bei so einer erfahrenen Klasseband eher wehtut und Newcomerbands im besseren Licht dastehen lässt. Sehr sehr schade, finde ich. Man hat noch auf diese CD drei Bonustracks gepackt, zwei Akustik Mischungen „Love don´t Lie“, „Do you still love me“ und eine deutsche Version des Songs „Hip Hip Hurray“ was nicht unbedingt notwendig erscheint. Das ganze Werk kann man sogar vorab im Ingolstädter Theater ab dem 16. Februar 2008 bewundern und könnte live beeindruckender ausfallen, wie auf der CD.





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