Erscheinungsjahr
1989
Label
MSA
Besetzung
Gesang: Claus Lessman
Gitarre: Hans Ziller
Gitarre: Angel Schleifer
Bass: Jörg Deisinger
Schlagzeug: Edgar Patrick
Tracklist
1. Bang down the Door
2. Waste no Time
3. Hard on Me
4. Why is never enough
5. Tony´s Roulette
6. Minestrone
7. You´re Back
8. Look of Love
9. The Price of Loving you
10. Freedom is my belief
11. Gimme Some
12. Say Goodbye
13. Never Surrender
14. (20th Century) Youth Patrol
15. Jungle Call
16. Know right Now
17. Who´s foolin´Who
Datum: 29.05.2004 - Autor Jörg
Die Ingolstädter Hardrocker waren mittlerweile in aller Munde und ihr 2tes Album (was auch im allgemeinen als ihre Meisterleistung angesehen wird- der Verf.) brachte den ersehnten Erfolg, doch bevor man sich an den Nachfolger machte, bekam man sich erst mal in die Blondierten Haare. Ich weis gar nicht mehr warum und weshalb, aber Gitarrist Horst Maier-Thorn durfte gehen und Angel Schleifer (Ex-Mad Max) rutschte in die Band. Auch das ganze hin und her um Drummer Edgar Patrick war seltsam. Egal, Hauptsache die Musik stimmte noch und da war der Knackpunkt. Im direkten Vergleich mit „Fire Works“ zieht „Point Blank“ ganz klar den kürzeren, aber sieht man das Album mal als Einzelnes Produkt, ist es doch gar nicht mal so schlecht. Nur haben sich Bonfire in so kleine Spielereien verfranzt, wie eben so einen Krampf wie „Jungle Call“ oder „Minestrone“, soll wohl schwer lustig sein, kommt aber blöde rüber. Na ja, dafür überzeugen die Rocksongs hier um so mehr. Die ersten 4 Songs sind super Stoff, den man von der Band gewohnt ist. Die Single „Hard on Me“ schaffte es zwar nicht mehr ganz so viel Aufmerksamkeit zu erregen, aber das Lied ist ein Knüller. „Why is it never enough“ klingt verdammt nach den Scorpions und hätte auch auf einem Album der Hannoveraner stehen können. Einigen Leuten war das Album schon fast ein wenig zu glatt gebügelt um noch als richtige Hard´n Heavy-Scheibe durch zu gehen und zeigten Bonfire die kalte Schulter. Mir hat „Point Blank“ noch recht gut gefallen, sieht man von den „Jux-Nummern“ oder dem recht stumpfen „Gimme Some“ und dem bis heute nicht gezündeten „Say Goodbye“ ab. Bei einigen Songs arbeitete die Gruppe mit mächtigen Chören die mich doch stark an Bon Jovi zu New Jersy-Zeiten erinnern, sieh hierzu auch „Tonys Roulette“ oder das schnelle „You´re Back“. So hätte es mit Bonfire von mir aus ruhig weiter gehen können, aber leider musste die band ja einen seltsamen Weg einschlagen. Auch haben mir bis heute keine neueren Scheiben der einst so tollen Gruppe mehr gefallen. Schade, in meine Augen waren Bonfire würdige Erben von dem was die Scorpions Ende der Siebziger weltweit etabliert hatten und zwar das Gütesiegel „Hardrock Made in Germany“, ohne das man sich eins Grinsen musste.