Bonfire - Knock Out

6.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
1991

Label
BMG

Besetzung
Vocals: Claus Lessmann
Guitars: Angel Schleifer
Bass: Jörg Deisinger
Drums: Edgar Patrik

Tracklist
1. Streets of Freedom
2. The Stroke
3. Dirty Love
4. Rivers of Glory
5. Home Babe
6. Shake Down
7. Hold You
8. Down & Out
9. Take my Heart & Run
10. All we Got
11. Fight for Love
12. Tonmeister

Datum: 14.03.2007 - Autor Vince
„Bonfire“ standen Ende der 80er kurz vor dem Internationalen Durchbruch nach dem superben „Point Blank“ Album, dass daraus nichts geworden ist liegt aber auf der Hand. Nachdem „Hans Ziller“ die Band verlassen hatte, konnte man zwar mit dem Song „Stone & Sword“ für den Soundtrack zu „Shocker“ nochmals gross auftrumpfen aber dann war der Ofen aus. „Knock Out“ heisst die letzte Scheibe vor der Trennung und die ist zwar nicht grausam schlecht, aber auch nicht gerade der absolute Burner. Die Songs und auch der Sound ist extrem seicht und hat nach dem eher harten „Point Blank“ die Massen enttäuscht. „Ziller“ hat bekanntlich mit „EZ Livin’“ ein neues Projekt gestartet und obwohl die Platte cool ist, konnte er nur wenig Erfolg einsacken. Kommen wir nun aber auf „Knock Out“ zu sprechen, welches mit „Streets of Freedom“ gleich in 08/15 Hard Rock Manier startet. Wie schon gesagt ist die CD nicht schlecht, aber mit Songs wie „The Stroke“ oder dem eben genannten Opener kann man in keiner Weise befriedigen. „Dirty Love“ und die nette aber unglaublich kitschige Ballade „Rivers of Love“ sind doch recht amtlich. Was auf „Knock Out“ fehlt ist der knallige Effekt, hier erinnert eigentlich vieles an die Hausfrauen Rocker von „Gotthard“, es kommt einem vor als hätte man auf Teufel komm raus versucht in die Charts zu kommen. Ein paar geile Songs mit Ohrwurm Charakter gibt es aber auch, da wäre zum Beispiel „Home Habe“ oder das sleazige „Hold You“. Mit „Take my Heart and Run“ gibt es dann die zweite Ballade und wenn „Bonfire“ eines gut können dann ist romantische Love Songs zu schreiben und das gelingt ihnen auch bei diesem Track. Ich hoffe die Jungs machen nie mehr den Fehler und machen ein Deutsches Album, wer „Freudenfeuer“ kennt der weiss von welcher Untat ich spreche. „All we got“ ist übrigens ein totaler Reinfall der glücklicherweise mit der dritten Ballade „Fight for Love“ wieder ausgebessert wurde, doch der fade Beigeschmack bleibt. Den Abschluss macht der Titel „Tonmeister“, nun den Mist hätte man sich wirklich sparen können. Fakt ist, die Scheibe ist zu plump und es wundert überhaupt nicht das „Bonfire“ wie es der Titel schon sagt nach diesem Album ausgeknockt sind. Wer die Band nicht kennt und ihre besten Werke hören möchte, der soll sich „Fireworks“ und „Point Blank“ besorgen, auch der Erstling „Don’t Touch the Light“ ist nicht ohne. „Knock Out“ kann man sich eigentlich sparen oder günstig besorgen.





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