Blue Tears - Dancin´in the Back Streets

7.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2005

Label
Sun City Records

Besetzung
Gesang, Gitarre, Keyboard: Gregg Fulkerson
Bass: Michael Spears
Gitarre: Bryan Hill
Schlagzeug: Charlie Lauderdale

Tracklist
01. Summer Girl
02. Loud Guitars, Fast Cars & Wild, Wild Women
03. Kiss And Tell
04. Storm In My Heart
05. Slip And Fall
06. A Date With Destiny
07. All Cried Out
08. Forever Yours
09. Do You Want Me?
10. Small Town Dreams
11. Livin' In The Movies
12. She's Not Falling In Love
13. Strong
14. Touch
15. Dark Of The Night
16. Dream Of Me


Datum: 23.05.2006 - Autor Jörg
Ein echt gutes Zeichen, wenn man sofort in den ersten Refrain des Openers “Summer Girl” mit einfällt und ein “Ooohhoo” von sich gibt.

Aber mal der Reihe nach, diese Scheibe ging sozusagen dem Comeback-Album „The Innocent Ones“ aus diesem Jahr voraus. Da sich die alte Plattenfirma immer noch weigert die Songs des Debüt-Albums von Blue Tears freizugeben, machte Blue Tears-Kopf Gregg Fulkerson mit dem US-Label Sun City Records Nägel mit Köppe. Diese CD bietet uns Demos und bisher unveröffentlichtes aus dem Fundus von Blue Tears.

Die als Bon Jovi-Clones verlachten Blue Tears machen einfach nur Spaß und spielen schönen, eingängigen US-Hardrock Marke: Refrains für die großen Stadien.

Ein paar bekannte Songs tauchen hier auch auf, „Slip&Fall“ wurde schon mal als Single genutzt, um das 2te Every Mothers Nightmare-Album auf Chartkurs zu bringen. Aber genützt hatte es nicht viel, am Song lag es sicherlich nicht. Der Song ist astrein, kommt bei Blue Tears schon recht Aerosmith-Mässig rüber. „Loud Guitars, Fast cars, Wild, Widl Woman“ kennt der Insider vom grandiosen Contraband-Album, hier haben wir die ursprüngliche Fassung von dem Song.

Der Song „Forever Yours“ tauchte schon mal auf dem ersten Solo-Album von Michael Sweet (Stryper) auf und klingt hier fast genauso gut. Die Songwriter-credits gehen dann wohl bei allen Songs an Gregg Fulkerson.

Der Bon Jovi-Vergleich ist sicher prägnant, doch das stört nicht und wenn man eben eine Stimme hat, welche dem Jon Bon ähnlich klingt kann man da eben nix für. „Kiss&Tell“ ist pures Sommerfeeling mit funkigen Bläsern rocken die Blue Tears hier amtlich auf. Die Musik ist sicher stellenweise recht poppig geraten, aber das war genau der Sound welcher 1990 eben so richtig Spaß inne Backen brachte.

So einen Mitsing-Song wie „Livin in the Movies“ muss man einfach toll finden, „She´s not falling in Love“ und „Storm in my heart“ zeigen die eher ruhigeren Seiten der Band.

Sucht man ein Haar in der Suppe, dann könnte man es höchsten bei "Date with Destiny" finden, dessen Refrain und Melodie fast komplett bei Meat Loaf´s "Bat out of Hell" geliehen wurde.

Wer sich für die im Review genannten Bands interessiert und sich von einer starken Bon Jovi-Schlagseite nicht abschrecken lässt –so wie ich, mir gefallen Blue Tears wahnsinnig gut, der wird hier eine Vollbedienung an guter, fröhlicher Musik bekommen.



















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