Black Tide - Light From Above

6.5 von 10 Punken


Erscheinungsjahr
2008

Label
Interscope Rec.

Besetzung
Gesang, Gitarre: Gabriel
Gitarre: Austin
Bass: Zakk
Schlagzeug: Steven


Tracklist
1. Shockwave
2. Shout
3. Warriors of time
4. Give me a Chance
5. Let me
6. Show me the Way
7. Enterprise
8. Live Fast Die Young
9. Hit the Lights
10.Black Abyss
11.Light From Above

Datum: 11.11.2008 - Autor Jörg
Bands mit sehr jungen Mitgliedern sind ja seit Sturm&Drang oder Age of Evil keine Seltenheit mehr und so wundert es auch bei Black Tide nicht, das alle Leute an Bord unter 20 Lenze sind. Frontmann Gabriel Garcia ist allerdings bei den Aufnahmen zum Debütalbum gerade Mal 14 Jahre alt gewesen. Das ist schon recht jung und dürfte bei einigen Metallern sofort auf Vorurteile schließen.

Da sollte man aber bei Black Tide nicht zu vorschnell sein, denn die Musik ist 1 A und handwerklich ohne Tadel. Ihre Einflüsse reichen von Hardrockbands wie Skid Row und Guns`n Roses bis hin zu Speed `n Thrash-Metal ala Metallica und Megadeth. Das klingt jetzt sicher wüst, klingt am Ende aber gar nicht mal so übel, einen ähnliche Style-MischMasch bedienen sich Avenged Sevenfold ja auch. Lediglich die Stimme von Gabriel wirkt, altersbedingt, noch ein wenig unausgereift und dünn. Es fehlt halt der Rotz und Dreck, welche die Musik von Black Tide noch einen Ticken besser machen würde.

Die weite Stilvielfalt lässt „Light From Above“ hin und wieder zwar den roten Faden missen, hat aber echt Potenzial. Wo man sich auf dreckigen Hardrock mit Metaleinflüßen bei „Shockwave“ und „Shout“ gerne an die erste Metallica erinnert fühlt, Black Tide sind dem „Kill èm All“-Gitarrensound sehr dicht auf den Fersen, so schlägt „Warriors of Time“ in die glattgebügelt Hammerfall-Kategorie, dann folgt mit „Give me a Chance“ ein Hardrockiger Titel welcher sich als Halbballade entpuppt.

Black Tide springen immer wieder zwischen Rockig und Brachialen Speedmetal hin und her, was auf jeden Fall Abwechslung bringt. Wie ich schon schrieb, geht es leider ein wenig auf Kosten des roten Fadens welcher dem Album sicher gut getan hätte.

Die Stilvielfalt erklärt sich die Band selber durch den weit gefächerten persönlichen Musikgeschmack der 4 US-Boys.

Eine Coverversion des Metallica-Klassikers „Hit the Lights“ rundet „Light from Above“ dann noch ab und auch hier ist die musikalische Klasse der Black Tide-Boys zu hören. Wenn sich beim nächsten Album etwas mehr wert aufs Songwriting gelegt wird, könnten Black Tide auf lange Sicht noch echt was werden. Stellt sich nur die Frage ob das Label den Buben die Zeit gibt sich zu entfalten und zu entwickeln, ist in der heutigen Zeit ja nicht immer so das Übliche eine Band auf lange Sicht aufzubauen. Black Tide hätten es wohl verdient, denn die ersten Ansätze und Schritte sind schon mal echt gut geraten, zum richtigen Knaller-Album hat es jetzt zwar noch nicht gereicht, aber was nicht ist kann ja noch werden.



Werbung




last.fm Player


TOP-NEWS
Interview: Vanden Plas


RANDOM REVIEWS