Black Candy Store - Back to the Wall
6.0 von 10 Punken
Erscheinungsjahr
2010
Label
7 Hard
Besetzung
Gesang: Arno
Gitarre: Julien
Bass: Marco
Schlagzeug: Flo
Gitarre: Julien
Bass: Marco
Schlagzeug: Flo
Tracklist
1. Back To the Wall
2. Someday
3. Swine Seed
4. Recall
5. Wounded
6. Hollow
7. Humility
8. Bittersweet Euphoria
9. The Pledge
10. Upward Spiral
2. Someday
3. Swine Seed
4. Recall
5. Wounded
6. Hollow
7. Humility
8. Bittersweet Euphoria
9. The Pledge
10. Upward Spiral
Datum: 02.04.2010 - Autor Jörg
Etwas schwer diese Band hier so richtig unvoreingenommen vorzustellen. Black Candy Store berufen sich auf den Sound von Pearl Jam, Soundgarden und Stone Temple Pilots. Ich mag jetzt hier kein Grunge-Gebasche anfangen, doch so richtig toll fand ich keine dieser Bands und mag sie auch rückblickend nicht.
Vom Label werden Black Candy Store als Alternative/Modern Rock beschrieben, das trifft es in der Tat sehr gut. Die Bandmietglieder waren damals, als der Seattle-Boom die Metal-Szene umkrempelte und die Poser verschreckte gerade mal 16 Jahre alt und haben sich fleißig MTV geschaut, so den Umbruch sicher mitbekommen. Unabhängig voneinander trieben sich die Vier vorher in anderen Bands und Projekten rum, bevor man sich dann 2008 entschied Black Candy Store aus der Taufe zu heben.
Alles kein Thema, die Band versteht ihr technisches Handwerk und kann auf solides Songwriting zurückgreifen. Die Stücke sind allesamt nett und hörbar. Es groovt und rockt schon ganz ordentlich auf „Back to the Wall“. Schwere Rocker wie der Opener und Titelsong wechseln sich mit kommerzielleren Stücken wie „Someday“ ab. Das eben erwähnte Lied wäre von einer Band wie Three Doors Down oder Puddle Of Mud sicher ein echter Hit geworden, zumindest in den USA. Soundgarden lassen dann bei „Swine Seed“ was das Gitarrenriff angeht grüßen, auch wenn der Song insgesamt wieder ein wenig in die Pearl Jam-Ecke driftet.
Der Sound auf der Scheibe ist allerdings amtlich und richtig stramm in Szene gesetzt worden, denn niemand geringeres als Dave Collins, der schon mit Bands wie Soundgarden und Linkin Park arbeitete, hat „Back To the Wall“ betreut.
Ich würde Black Candy Store Leuten ans Ohr legen, die sich nicht wirklich auf ein Genre festgelegt haben und denen es egal ist in welcher Schublade die Band zuhause ist. Grunge trifft es teilweise, doch wie das genau heutzutage klingen würde weiß eh keiner mehr. Alternative/Modern-Rock passt von daher schon richtig gut auf die 10 Songs. Als außergewöhnlich würde ich den Sound und auch den Gesang nicht unbedingt bezeichnen. Doch es geht schon alles okay so. Die Scheibe tut niemanden weh, reist aber auch nicht die Wurst vom Teller. Rausragend würde ich die Ballade „Wounded“ bezeichnen, hier kommen wir dann in die Abteilung Nickelback mit einem Schuss Slidegitarre. „Humility“ kann dann sogar richtig barocken, wo bei dann bei „Bittersweet Euphoria“ mal so richtig abgebläddert wird. Das Lied lässt mich echt an Jammer-Barden wie Eddie Vedder denken…Gruselig, wers mag.
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